Weniger ist mehr – auch im Badezimmerschrank!

Trockene Haut, brüchige Nägel, dünnes Haar – Probleme, mit denen viele Frauen zu kämpfen haben. Ihr auch? Dann werft mal einen Blick in eure Kosmetiktaschen und Badezimmer. Wie viele Tuben, Tiegel und Cremepöttchen finden sich da zusammen? Zwei? Zwanzig? Mangelnde Pflege ist oft gar nicht schuld am veränderten Zustand von Haut und Haaren. Häufig tun wir viel zu viel und schädigen so unseren natürlichen Schutzmantel. Zeit für einen Beauty-Detox!

Unsere Haut richtig zu verstehen, ist der erste Schritt in Richtung Hautgesundheit – ein Leben lang. Sie absorbiert, was wir auf sie legen, und das kann zuweilen eine ganze Menge sein. Seren, Toner, Lotionen und Hautöle können in richtiger Zusammensetzung Wunder wirken. Verwenden wir jedoch zu viel davon oder nutzen Produkte, die die Haut überlasten, reagiert sie genau andersrum. Schuppen, Rötungen oder periorale Dermatitis – die sogenannte Stewardessenkrankheit – können mögliche Folgen sein. Um diesen Entzündungsreaktionen vorzubeugen, können wir zunächst eines tun: ausmisten.

Reduktion ist der Schlüssel zu einem ausbalancierten Hautbild

Rafft alle Kosmetikprodukte zusammen, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben!

Viele dieser Produkte werdet ihr unregelmäßig oder gar nicht verwenden. Eine Sonnencreme, die vor zwei Jahren zum Badeurlaub gekauft und seitdem in der dunklen Ecke vergessen wurde? Trennt euch davon. Eine schwere Anti-Aging-Nachtcreme, die viel zu reichhaltig ist? Manchmal sagt uns schon unser Bauchgefühl, welche Kosmetika sinnvoll und welche entbehrlich sind. Hört darauf und konzentriert euch auf die Pflege, die sich gut und richtig auf eurer Haut anfühlt. Es bietet sich auch an, zu diesem Zeitpunkt die Verfallsdaten eurer Cremes und Make-ups zu kontrollieren. Zu alte Produkte können regelrechte Bakterienschleudern sein. Hier gilt die Faustregel: Ungeöffnete Kosmetika halten mindestens 30 Monate, einmal geöffnet etwa sechs Monate. Besonders wasserhaltige Produkte wie Lotionen, Wimperntuschen, Shampoos und flüssige Foundations verderben schnell.

Ein Blick auf die Inhaltsstoffe bringt Licht ins Dunkel

Calendulacreme und Olivenölseife, das war gestern. Ein sinnvolles Kosmetik-Regime bietet viel mehr als das. Aber wo anfangen und aufhören? Gerade grüne Kosmetik ist in den letzten Jahren konventioneller geworden. Sie ist angesagt und deckt ein riesiges Spektrum ab. Zwangsläufig bedeutet das aber nicht, dass die Zusammensetzungen besser geworden sind. Ein Blick auf die sogenannte INCI-Liste kann Aufschluss darüber geben, was in Börlind und Hauschka drin steckt. Setzt am besten auf Produkte mit hohem Wasseranteil und feuchtigkeitsspendenden statt lipidreichen Zusätzen. Duft- und Konservierungsstoffe sind Gift für die Haut. Mit einer pH-neutralen Pflege seid ihr auf der sicheren Seite. Wem die chemischen Begriffe auf den Verpackungen ein Rätsel sind, der kann auf www.codecheck.info einfach nach seinem Lieblingsprodukt suchen. Das Analyse-Tool wertet Zusätze von Kosmetik nach Ökotest- und Greenpeace-Standards aus und verrät euch, ob schädliche Inhaltsstoffe enthalten sind. Wenn ihr Produkte verwendet, die kritische Stoffe enthalten, überlegt euch, ob ihr sie weiterbenutzen oder beim nächsten Einkauf durch ein risikofreies Pendant ersetzen wollt.

Auch wenn der Detox nicht immer leichtfällt und es schwer sein kann, sich von Produkten zu trennen – es lohnt sich. Mit einer durchdachten Kosmetik-Abstinenz können Haut und Haare durchatmen und werden es euch danken, einfach mal in Ruhe gelassen zu werden. Ein Punkt, den wir alle sicher gut nachvollziehen können, oder?

Eure Lea

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