Toner und Essenzen: Koreanische Kosmetiktricks für strahlende Haut

Wie viele Produkte braucht ihr für Eure Hautpflegeroutine? Zwei? Drei? Ganz normal für europäische Verbraucherinnen. In Korea nimmt man die Thematik der täglichen Hautpflege ein wenig genauer, ganze zehn bis zwölf Schritte plant man dort im Durchschnitt ein. Und eine Menge dieser Rituale schwappen seit einiger Zeit auch zu uns nach Deutschland rüber. Vielleicht ist es euch schon aufgefallen: Koreanische Hautpflege ist mittlerweile überall! Von Tuchmasken (sogenannten Sheet Masks) bis hin zu Essenzen, flüssigen Gesichtsmasken und sogenanntem Produktlayering (bei dem viele Texturen von flüssig bis fest übereinander gelegt werden) gibt es scheinbar nichts, was man im Land der Hautpflege-Junkies nicht ausprobiert. Und der Hype findet auch bei uns großen Anklang. Um dem koreanischen Konzept einen Schritt näher zu kommen, bietet es sich an, sich langsam heranzutasten an die für viele noch ungewohnten Produkte. Nun mal Klartext: Was sind Toner und Essenzen und was braucht man wofür?

Toner

Viele von euch werden ihr Gesicht am Abend sicherlich mit einem Wasch- bzw. Reinigungsprodukt von Make-up und Schmutzresten befreien. Diese gibt es in Schaum- oder Gelform, flüssig oder als dicken Balm. Nach diesem Schritt ist es auch bei uns nicht unüblich, einen Toner zu verwenden. Sie wurden ursprünglich benutzt, um den PH-Wert der Haut nach der Reinigung mit Seife wieder zu normalisieren. Als viele Waschprodukte noch so stark waren, dass sie den natürlichen Säuremantel der Haut schädigten, machte das auch durchaus Sinn. Heute allerdings – wo es kaum Produkte auf dem Markt gibt, die die Haut angreifen (es sei denn, ihr wascht euch das Gesicht mit einem Stück Kernseife) – kann ein Toner noch mehr als das.

Er ist ein Zwischenschritt.

Nach der Reinigung und vor der Creme wird er mit einem Wattepad aufgetragen, um letzte Schmutzreste zu entfernen und Kalkreste aus dem Wasser von der Haut zu nehmen. Viele Toner sind mit Antioxidantien oder anderen Zugaben angereichert, um die Haut zusätzlich zu pflegen. Seine wichtigste Aufgabe ist aber, alles von der Haut zu entfernen, was das Eindringen der nachfolgenden Cremes und Pflege verzögern könnte.

Produkttipps:

Tipp: Egal, welche und wie viele Produkte ihr verwendet, eine goldene Regel gilt immer: Tragt die flüssigsten Konsistenzen immer zuerst auf und die dicksten, reichhaltigsten Produkte (wie Öle oder feste Cremes) zum Schluss!

Essenzen

Essenzen sind im Prinzip ein Hybrid aus Tonern und Seren (um die geht’s im nächsten Schritt). Sie haben oft eine weniger wasserähnliche Konsistenz als Toner, können auch einen leicht gelartigen Charakter haben. Die Elixiere sind angereichert mit einer Menge an feuchtigkeitsspendenden, hautberuhigenden, entzündungshemmenden Wirkstoffen und können je nach Bedürfnis der Haut eingesetzt werden. Man kann sich den Unterschied zwischen ihnen und einem Toner so vorstellen: der Toner ist der Aufzug für die Essenz, er macht den direkten Weg frei, damit die Essenz wie eine tägliche Vitaminbombe in der Haut wirken kann. Sie gibt dem Teint die konzentrierte Dosis an Feuchtigkeit und Mineralstoffen, die ihn gesundmacht und strahlen lässt. Statt mit einem Wattepad wird die Essenz direkt auf die Haut gegeben. Man schüttet also eine kleine Menge in die Handflächen, legt diese auf das Gesicht und klopft die Wirkstoffe in die Haut ein, bis alles aufgesogen worden ist. Und es gibt sie für wirklich jedes Hautbedürfnis, seht selbst!

Produkttipps:

Brauche ich beides?

Sowohl Toner als auch Essenzen können natürlich ohne das andere auskommen. Wer bereits das eine oder andere verwendet, ist schon gut beraten. In führenden Kosmetikmärkten wie Korea gibt es bereits Pre- und Post-Essenzen, die vor und nach der normalen Essenz benutzt werden und die Hautpflegeroutine um zwei weitere Schritte ergänzen. Wer Spaß an Kosmetik hat, wird die vielen neuen Erfindungen sicher schätzen. Nicht zu vergessen, dass wir hier nur an der Oberfläche kratzen. Ein komplettes Beautyregime würde noch Seren, Ampullen, Essenzlotionen, Feuchtigkeitspflege und Sonnenschutz beinhalten.

Tipp: Checkt immer die Liste der Inhaltsstoffe auf den Produkten und schaut, ob diese und die Konsistenz des Produkts für euren Hauttyp passend ist (Parfüm, ein hoher Alkoholanteil oder Paraffinöl sind beispielsweise nicht besonders verträglich für viele Konsumentinnen).


Habt ihr schon Erfahrungen mit Tonern und Essenzen gemacht? Würdet ihr gerne mehr über asiatische Beautyrituale erfahren?

Eure Lea

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