Superfoods: Was könnt ihr eigentlich wirklich?

Gesunde Ernährung scheint wichtiger denn je. Immer wieder wachsen neue Superfoods aus den Artikeln sämtlicher Food-Blogs. Und wir lesen sie nicht nur, wir lieben und verspeisen, was unsere Food-Gurus schreiben.

Nun ist aber die Zeit gekommen, wo es erlaubt sein sollte, mal nachzufragen, was wir da eigentlich tagelang in Mandelmilch einweichen, um uns nach dem Verzehr gut, wenn nicht sogar besser zu fühlen. Chia, Matcha, Acai- und Goji-Beeren – was könnt ihr eigentlich wirklich?

Die These, die hinter all diesen „komischen“ Lebensmitteln steht, heißt: Superfood macht gesund, schön und schlau. Wow, auf das haben wir so lange gewartet. Kann das stimmen? Wenn man sich durchs Netz liest, stößt man des Öfteren auf Aussagen wie:

„Superfoods gehören zu den natürlichen Lebensmitteln, die nicht industriell gefertigt werden und einen immensen Anteil an Mineralstoffen, Vitaminen und Antioxidantien aufweisen. Somit wirken sie positiv auf unsere Gesundheit und können unser Wohlbefinden steigern.“

Jedoch ist das alles überhaupt nichts Neues! Superfoods sind Lebensmittel, die wir schon lange, lange kennen, die nur noch nie so gehypt wurden. Durch die „Clean Eating-Revolution“ kann sogar mit Kürbis und Zitrone wieder richtig gut Geld gemacht werden. Eigentlich sehr schön, denn alles, was ohne das große M auskommt, ist super(food).

Trotz positiver Aspekte muss aber mal die Augenklappe abgenommen werden und wir müssen uns darüber Gedanken machen, was wir zu uns nehmen und was dies mit unserem Körper macht.

Chia und Co. sind nämlich auch manchmal gar nicht so gut für uns, wie wir denken. Da oft nicht klar ist, was die Superfoods mit uns machen, gibt es Einschränkungen, die uns vor zu großem Verzehr bewahren sollen (in Deutschland werden by the way 15 g Chia-Samen am Tag empfohlen). Ob ihr diese überschreitet, bleibt natürlich euch überlassen, jedoch muss manchmal im Rahmen der Wissenschaft auch mal die Vernunft abgeschaltet werden.

In zwei Studien haben Forscher untersucht, ob Übergewichtige davon profitieren, die Samen zu essen. Schließlich heißt es oft auch, Chia mache schlank. Einmal wurden 90, einmal 62 Menschen untersucht. Sie hatten zehn oder zwölf Wochen lang Chia-Samen gegessen, in einer Studie 25, in der anderen 50 Gramm am Tag. Nach dem Experiment war klar, es passiert nichts. Keine positive Entwicklung, jedoch auch keine negative.

Wenn man jetzt bedenkt, dass wir ein Heidengeld in unsere Müslischale kippen, um am Ende genauso fit, schlank und großartig zu sein wie davor, können wir es doch auch sein lassen, oder? Was meint ihr dazu? Esst ihr Superfoods oder haltet ihr den Hype für einen raffinierten Trick der Nahrungsmittelindustrie?

Eure Nina

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