Die nichtalkoholische Fettleber– keineswegs harmlos, aber mit guten Heilungschancen!

LOGI informiert Fettleber

Lange Zeit wurde die nichtalkoholische Fettleber als vergleichsweise harmlos eingestuft und völlig unterschätzt.

Inzwischen weiß man, dass sie eine zentrale Rolle beim Metabolischen Syndrom sowie bei der Entstehung von Typ-2-Diabetes, Herzkreislauferkrankungen und weiteren Krankheiten spielt, und nicht zuletzt auch zu Erkrankungen der Leber selbst wie Entzündungen, Zirrhose und Krebs führen kann. Schätzungen zufolge leiden hierzulande 30 bis 40 % der Bevölkerung an einer Fettleber, oftmals ohne es zu wissen.

Auch wenn Menschen mit Übergewicht – das gilt übrigens auch für Kinder (!) – generell häufiger betroffen sind, haben auch rund 15 % unserer schlanken Mitmenschen eine verfettete Leber. Bei Typ-2 Diabetikern sind es schätzungsweise 60 bis 90 %. Von harmlos kann da wahrlich keine Rede sein und inzwischen gilt die Fettleber als neue Volkskrankheit. Trotz dieser wenig erfreulichen Fakten gibt es auch eine gute Nachricht:

Eine Leberverfettung ist fast immer reversibel, d. h. sie lässt sich häufig rückgängig machen. Und das noch dazu recht einfach: Mit einer Veränderung des Lebensstils, allen voran Ernährung und Bewegung.

Ursachen für die Entwicklung einer Fettleber

Für eine Leberverfettung gibt es im Wesentlichen zwei Ursachen:

  • Wenn die Speicherkapazität der Fettzellen erschöpft ist, weil zu viel gegessen und gleichzeitig durch einen bewegungsarmen Lebensstil zu wenig Energie verbraucht wird, muss das Fett anderweitig „untergebracht“ werden – an Stellen, die dafür gar nicht vorgesehen sind, allen voran in der Leber, aber z. B. auch in der Bauchspeicheldrüse, in den Nieren oder sogar in den Knochen. Das führt zu entzündlichen Prozessen und Funktionseinschränkungen der betroffenen Organe.
  • Wenn die Muskulatur aufgrund von Bewegungsmangel nicht mehr sensibel auf das Insulin reagiert, ist der Umwandlungsprozess von Kohlenhydraten aus der Nahrung in die Zuckerspeicherform Glykogen gestört. Die Kohlenhydrate werden dann in Fett umgewandelt und bevorzugt in der Leber gespeichert.

Kurz gesagt: Zu viele Kalorien, zu viele Kohlenhydrate (allen voran Fruktose, Zucker und Stärke) und gleichzeitig zu wenig Bewegung führen zu einer Verfettung der Leber und weiterer Organe.

Die Fettleber wird irgendwann selbst insulinresistent und kann ihren vielfältigen wichtigen Funktionen nicht mehr angemessen nachkommen. Sie reagiert beispielsweise nicht mehr auf Insulinsignale und gibt, obwohl der Blutzucker bereits hoch ist, unkontrolliert ihre gespeicherten Zuckervorräte ins Blut ab. In der Folge steigen die Insulinspiegel weiter an und der Zucker wird erneut in Fett umgewandelt und u. a. in der Leber gespeichert. Es ist ein wahrer Teufelskreis, der sich da in Gang setzt und die Betroffenen geradewegs auf einen Typ-2-Diabetes zusteuern lässt.

Der Fettleber auf der Spur – diagnostische Möglichkeiten

Eine Fettleber verursacht keine oder kaum Beschwerden. Sie macht sich höchstens in Form von Müdigkeit und Erschöpfung oder Beschwerden im Oberbauch bemerkbar, aber wer denkt da schon gleich an eine ernstzunehmende Erkrankung?

Die klassischen Leberwerte bleiben im Falle einer Fettleber häufig unauffällig. Eine Ultraschalluntersuchung der Leber zeigt eine mögliche Leberverfettung erst ab einem bestimmten Grad der Verfettung an und lässt zudem keine genauen Rückschlüsse über das genaue Ausmaß zu. Andere Untersuchungsmethoden wie etwa eine Biopsie sind zwar sehr zuverlässig, eignen sich aber eher weniger zur flächendeckenden (Früh-)Diagnose, da sie sehr aufwändig bzw. teuer sind.

Eine recht zuverlässige Einschätzung, ob eine Fettleber vorliegt, bietet dagegen der sogenannte Fatty Liver Index (FLI), der mithilfe einer Rechenformel vier Werte in Relation setzt: BMI, Taillenumfang, Triglyceride und Gamma-GT (GGT). Bei einem Wert über 60 kann man in 80 % der Fälle von einer Fettleber ausgehen. Liegt der Wert unter 20 kann man eine Verfettung der Leber nahezu ausschließen. Übrigens: Auch ein Nüchternblutzuckerwert über 100 mg/dl, als Folge einer unkontrollierten nächtlichen Blutzuckerabgabe einer insulinresistenten Leber gilt als Alarmsignal.

Therapie der Fettleber

Fettleber – was tun? Eine medikamentöse Therapie gibt es aktuell nicht! Mittel der Wahl, um die Leber zu entfetten und Stoffwechselprozesse wieder ins Lot zu bringen, sind konsequente Veränderungen der Ess- und Bewegungsgewohnheiten.

„Die Leber ist eines der regenerationsfähigsten Organe überhaupt. Wenn Sie gegensteuern, bevor Verhärtungen aufgetreten sind, sieht sie nach einer Weile wieder aus wie neu und funktioniert auch wieder tadellos. Und sogar, wenn es schon zu deutlichen Strukturveränderungen gekommen ist, lohnt sich der Einsatz: Solange noch 30 Prozent des Lebergewebes intakt ist, kann das Organ seinen Job erfüllen – vorausgesetzt, Sie machen ihm die Arbeit durch ein leberbewusstes Leben leichter.“
Quelle: Volkskrankheit Fettleber von Dr. Nicolai Worm, S. 93/95

Den schnellsten und effektivsten Weg zur Leberentfettung bietet eine stark kalorienreduzierte, kohlenhydratbeschränkte, eiweißbetonte und fettmodifizierte Leberfastenkur auf Basis einer Formula-Diät, die nach einer Anpassungsphase in eine dauerhafte, knapp kalorische LOGI-Ernährung mit ihren bekanntermaßen stabilisierenden Effekten auf Blutzucker- und Insulinspiegel mündet und so der nächsten Leberverfettung ein Riegel vorschiebt.

Aber auch mit einer Kombination aus Ernährung nach der LOGI-Methode und einem Sportprogramm aus Ausdauer- und Kraftsport bestehen – wenn auch etwas langsamer – gute Aussichten, die Leber konsequent und nachhaltig zu entfetten.

Mehr Wissen über die Fettleber und die Ernährung nach der LOGI-Methode findet Ihr in diesen Büchern:

 

 

 

Über den Author
Logish

Hinterlasse einen Kommentar