Mythos Hydration: Sorgt Wasser trinken wirklich für eine tolle Haut?

Wasser trinken sorgt für pralle, schöne Haut. Richtig oder falsch? Fest steht: Es gibt viele gute Gründe dafür, mehr Wasser zu trinken. Es erfrischt, hilft unserem Gehirn zu funktionieren, reguliert die Körpertemperatur und die Verdauung und hält – last but not least – den Körper gesund. 2,5 Liter braucht unser Körper täglich. 1,5 Liter davon sollten über Getränke, 1 Liter über feste Nahrung eingenommen werden. Nur wenige Tage würden wir ohne Flüssigkeitszufuhr überleben.

Wir sind aber auch keine Pflanzen. Unsere Haut erblüht nicht, wenn wir Wasser konsumieren. Wenn wir trinken, läuft die Flüssigkeit nicht direkt von unseren Lippen in unsere Haut. Es läuft durch die Gedärme, wird in unseren Blutkreislauf aufgenommen und von den Nieren gefiltert. Dann hydratisiert es die Zellen. Geht es also darum, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen, liegt „Wasser trinken“ als funktionelle Art und Weise recht weit hinten.

Was funktioniert wirklich?

Unsere Haut – egal, welcher Typ sie auch sein mag – ist größtenteils von unseren Genen vorgepolt. Ob trocken, ölig oder Mischhaut, das natürliche Feuchtigkeitslevel schwankt abhängig davon, welchen Außeneinflüssen die Hautbarriere ausgesetzt wird. Die natürliche Fettschicht der Haut hilft ihr, nicht auszutrocknen und Feuchtigkeit abzuspeichern. Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass Bakterien und Krankheitserreger abgeschirmt werden. Aus genau diesem Grund sind trockene Hauttypen auch immer anfälliger für Rötungen oder ein empfindlich-juckendes Hautgefühl.

Um die Haut zu schützen, sollte man zunächst versuchen, irritierende Faktoren von außen auszuschließen. Dazu gehören Räume mit geringer Luftfeuchtigkeit (Heizungsluft im Winter!), harsche Winde, trockene Hitze, hohe Sonneneinstrahlung. Alkoholkonsum und ausgiebige heiße Bäder sind auch nicht unbedingt förderlich, wenn es um einen natürlichen Glow geht. Beides schwächt nämlich die natürliche Fettbarriere der Haut.

Dass die richtige Ernährung in Sachen schöne Haut eine große Rolle spielt, ist ja nichts Neues. Gute Fette lautet hier die Devise (und die sind leider nicht in den Lindors und Nougattafeln unserer Sündenschränke enthalten …). Walnüsse, Lachs, Olivenöl und Leinsamen sind genau das richtige „Tolle-Haut-Futter“. Wer sich LOGIsch ernährt, macht schon mal eine Menge richtig. Dazu sollte man darauf achten, dass drei bis fünf Portionen gesunder Fettsäuren in den Wochenplan eingebaut werden. Wer unter sehr trockener Haut oder Ekzemen leidet, kann zusätzlich Leinsamen-, Nachtkerzen- oder Borretschsamenöl einnehmen. Alle drei enthalten gute Quellen für Alpha- oder Gamma-Linolensäure.

Ums Cremen kommt man nicht herum

Niemand kommt ums Cremen herum; es sei denn, er ist mit einer wirklich, wirklich öligen und feuchtigkeitsreichen Haut „gesegnet“. Ein guter Moisturizer ist trotzdem eine gute Investition in eine schön gepflegte Haut und hilft am schnellsten dabei, Spannungsgefühle bei Trockenheit zu lindern. Zweimal am Tag aufgetragen hilft eine gute Feuchtigkeitspflege dabei, dehydrierte Haut zu heilen. Der Hydro-Lipidmantel der Haut ist der wichtigste Eigenschutz der Haut und braucht eben Beides: Fett und Feuchtigkeit. Übrigens – eine fettige Haut kann durchaus auch unter Feuchtigkeitsmangel leiden!

Ist meine Haut fett- oder feuchtigkeitsarm?

Es gibt einen einfachen Schnelltest, mit dem ihr ganz leicht herausfinden könnt, ob eure Haut Fett oder Feuchtigkeit braucht. Das Beste daran – es dauert nur 2 Minuten. So geht’s: Reinigt euer Gesicht mit dem üblichen Reinigungsmittel (Gel, Creme, Mousse – bleibt hier bei dem, was ihr regelmäßig benutzt) und trocknet es wie gewohnt ab. Jetzt bloß kein Gesichtswasser oder Creme auftragen! Stellt euch nun vor einen Spiegel und beobachtet eure Haut. Fühlt sie sich anders an als vor dem Waschen? Spannt die Haut partiell oder spannt sogar das ganze Gesicht? Habt ihr das Gefühl, dass ihr sofort eine Creme auftragen müsstet? Dann ist das ein eindeutiges Anzeichen dafür, dass die Haut dringend mit Feuchtigkeit versorgt werden muss. Die Stellen, die sehr spannen, brauchen entsprechend mehr Feuchtigkeit. Hier ist besonders oft die Wangenpartie betroffen.

Die passenden Produkte finden

Eine hochwertige Pflege hat nicht unbedingt einen hohen Preis. Viele günstige Produkte liefern schnelle und langanhaltende Ergebnisse und lassen sich mit einem Blick auf die Inhaltsstoffe sofort erkennen. Achtet auf Wirkstoffe wie Hyaluronsäure, Ceramide und NMF (natürliche Feuchthaltefaktoren) und tragt eure Hautpflege regelmäßig auf.

Unsere Produkttipps:


Habt ihr den Schnelltest schon gemacht? Welcher Hauttyp seid ihr und wie schützt ihr eure Haut vor Feuchtigkeitsverlust?

Eure Lea

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Lea

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