Mit Low-Carb mehrfach im Vorteil

Low Carb Saibling

Erneut belegte eine Studie die Vorteile einer Low-Carb-Ernährung.

Im Mittelpunkt der Untersuchung von knapp 150 gesunden Teilnehmern mit Adipositas durch ein Wissenschaftlerteam aus New Orleans standen sowohl das Körpergewicht als auch Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen.

Was wir bereits wissen

Bislang konnte anhand von Studien gezeigt werden, dass bei gleicher Kalorieneinschränkung innerhalb des ersten halben Jahrs – unabhängig von der Nährstoffzusammensetzung – eine ähnliche Gewichtsreduktion zu erwarten ist.

Nach diesem Zeitraum kommt es häufig zu einer Verlangsamung oder zu einem Stillstand der Abnahme oder das Gewicht tendiert wieder nach oben. Letzteres ist bei eiweißreichen Kostformen wie Low-Carb jedoch seltener der Fall bzw. ist weniger ausgeprägt.

Zudem geht eine Low-Carb-Ernährung häufiger als Low-Fat mit einer Verbesserung der kardiovaskulären Risikofaktoren einher.

Die US-amerikanische Studie setzt noch einen drauf

Fettarm und kohlenhydratreich im Vergleich mit Low-Carb – jeweils ohne Kalorienbeschränkung: Obwohl die Teilnehmer beider Gruppen bis zum Ende der Studie jeweils rund 500 Kcal weniger verzehrten, nahm die Low-Carb-Gruppe rund 3,5 Kilogramm mehr ab, als die fettarm und kohlenhydratreich ernährte Vergleichsgruppe.

Die Low-Carb-Probanden konnten zudem auch 1,5 Prozent mehr Körperfettmasse abbauen. Für beide Effekte könnte der um 5 Prozent höhere Eiweißanteil der Low-Carb-Ernährung verantwortlich sein.

 

Auch bei den untersuchten Risikofaktoren für koronare Herzkrankheiten erwies sich Low-Carb als „Sieger“. Die kohlendhydratreduzierte Ernährung hatte bei der Verbesserung der Blutfettwerte (HDL, Triglyceride, Verhältnis Gesamtcholesterin zu HDL) deutlich die Nase vorn. Auch sank der Entzündungswert CRP – und zwar nur in der Low-Carb-Gruppe! Die bis dato gesunden Teilnehmer haben also mit Low-Carb gute Chancen auch weiterhin gesund zu bleiben.

Vorteile auch bei LOGI

Kohlenhydratarm und eiweißreich: genau das ist LOGI. Die Studie unterstreicht – wieder einmal – die positiven Effekte einer Ernährung nach den LOGI-Prinzipien.

Studiendesign

Über den Zeitraum eines Jahres wurden von einem US-amerikanischen Forscherteam im Rahmen einer randomisierten, parallelen Interventionsstudie 148 Menschen mit einem durchschnittlichen BMI über 35 ohne Diabetes oder Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems untersucht. Die Teilnehmer, von denen der Großteil Frauen (88 Prozent) und gut die Hälfte Afroamerikaner waren, wurden zu Beginn der Studie in zwei Gruppen eingeteilt: Die eine Gruppe war angehalten, sich fettarm (bis zu 30 Prozent der Gesamtenergie) und kohlenhydratreich (55 Prozent der Gesamtenergie) zu ernähren, die zweite Gruppe führte eine Low-Carb-Diät mit weniger als 40 g Kohlenhydrate pro Tag durch. In beiden Gruppen gab es keine Kalorienbeschränkung.

Am Anfang erfolgte eine medizinische Untersuchung. Nach drei, sechs und zwölf Monaten wurden zur Erfassung der Ernährungsgewohnheiten jeweils zwei 24-Stunden-Erinnerungsprotokolle erhoben. Zu diesen Terminen erfolgte außerdem Blutabnahme und es wurden Gewicht und Körperzusammensetzung der Probanden ermittelt. Jeweils 80 Prozent der Teilnehmer beider Gruppen blieben bis zum Ende dabei.
Quelle: Bazzano, L et al.: Annals Intern Med 2014; 161: 309-318

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