Mit Eiern einem Typ-2-Diabetes vorbeugen?!

Der Diabetes mellitus Typ 2 ist weltweit auf dem Vormarsch.

Die mit der chronischen Krankheit verbundenen Störungen im Zucker-, Insulin- und Fettstoffwechsel haben weitreichende Folgen für die Betroffenen, beispielsweise massive Schädigungen an Herz und Gefäßen. Aufgrund ihres Cholesteringehalts standen Eier häufig unter dem Verdacht, das Diabetesrisiko beim Menschen zu erhöhen; dieser Rückschluss basierte u. a. darauf, dass Cholesterin in Tierversuchen zu erhöhten Blutzucker- und Entzündungswerten führte.

In einer Langzeitstudie gingen finnische Wissenschaftler nun einem möglichen Zusammenhang zwischen Eierkonsum und Typ-2-Diabetes-Neuerkrankungen auf den Grund. Eine interessante Fragestellung, schließlich spielen Eier in der LOGI-Ernährung eine wichtige Rolle.

Die Internationale Diabetes Federation (IFD) geht bis zum Jahr 2035 weltweit von bis zu 600 Millionen Typ-2-Diabetikern aus. Derzeit gibt es rund um den Globus mehr als 380 Millionen Menschen mit Diabetes, mehr als 90 Prozent sind vom Typ 2 betroffen. Und: Rund die Hälfte aller Betroffenen weiß nichts von ihrem Schicksal.

Wie wirkt sich der Verzehr von Eiern auf die Entstehung eines Typ-2-Diabetes aus?

Bislang konnten anhand epidemiologischer Daten zu Eierkonsum und Diabetesrisiko meist keine Zusammenhänge festgestellt werden. Ein Schwachpunkt dabei waren jedoch uneinheitliche Vorgehensweisen. Interventionsstudien zeigten eine Verbesserung der Risikofaktoren, wenn mehr Eier verzehrt wurden: So stieg u. a. die Empfindlichkeit für Insulin, während die Entzündungsmarker sanken und sich die Cholesterinpartikel vergrößerten.

DA es bisher noch keine Interventionsstudien mit dem Endpunkt Diabetes gibt, ging die finnische Kuopio Ischaemic Heart Disease Risk Factor (KIHD) Study der Frage nach, ob anhand ihrer Langzeitbeobachtung ein Zusammenhang zwischen einer Neuerkrankung an Diabetes Typ 2 und vorherigem Eierverzehr erkennbar sei.

Im Rahmen der prospektiven Kohortenstudie wurde bei Studienbeginn anhand validierter 4-Tage-Protokolle der Verzehr von Eiern – auch in gemischten Speisen – erfasst. Nach vier, elf und  zwanzig Jahren erfolgten Blutuntersuchungen, Gewichtserhebungen und die Erfassung von Diagnosestellungen. Die Teilnehmer der Studie, 2.332 Männer der Studien-Kohorten, waren zu Beginn (zwischen 1984 und 1989) zwischen 42 und 60 Jahre alt und hatten weder Diabetes noch auffällige Nüchternblutzuckerwerte. Im Beobachtungszeitraum von durchschnittlich knapp 20 Jahren traten 432 Diabetesfälle auf.

Mehr Eier, weniger Diabetes

Im Durchschnitt aßen die teilnehmenden finnischen Männer täglich ein Ei. Dabei hatten die Teilnehmer mit dem höchsten Eierverzehr (mehr als 45 g Ei täglich) ein um 38 Prozent signifikant geringeres Risiko, an Diabetes zu erkranken, als diejenigen, die sich in puncto Eier am meisten zurückhielten (weniger als 14 g Ei täglich). Zudem sanken bei den regelmäßigen Eiessern die Nüchternglukose und der Entzündungsmarker CRP.

Das Fazit: Männer mittleren Alters profitieren von einem regelmäßigen Eierkonsum; ihr Diabetesrisiko sinkt.

Eier spielen auch in der LOGI-Ernährung eine große Rolle: Sie sind preiswert, lassen sich vielseitig einsetzen, versorgen uns mit hochwertigem Eiweiß, gesunden Fetten und Phospholipiden und darüber hinaus mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Und noch dazu enthalten sie kaum Kohlenhydrate! Ein weiteres Plus für die Diabetesprävention.
Quelle: http://ajcn.nutrition.org/content/early/2015/04/01/ajcn.114.104109.abstract

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Logish

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