Missionarsstellung: Update für unsere Lieblingsstellung

Langweilig, unkreativ, der Inbegriff für Blümchensex und Faulheit im Bett… glaubt man dem Ruf der altbewährten Missionarsstellung, sollte sie längst aus unseren Schlafzimmern verbannt worden sein. Tatsächlich wird sie aber von der Mehrheit der Deutschen bevorzugt praktiziert. Auch im internationalen Vergleich liegt die Missionarsstellung meistens an der Spitze der favorisierten Stellungen. Und das nicht nur, weil sie sich auch nach neun Stunden Büroarbeit und stressigem Alltag einfach ausüben lässt. Statt aufwendigem Stellungsspiel, verdrehter Körperteile und schmerzender Rücken bringt die Missionarsstellung Paare ganz unkompliziert zum Höhepunkt. Muskelzerrungen, aufgescheuerte Knie? Braucht niemand zu befürchten. Auch gut: Man kann entspannen, dem Partner in die Augen schauen, küssen und an den Händen halten. Beide profitieren von der entspannten Stellung, die der menschlichen Anatomie einfach entgegenkommt.

Besonders für gestresste Frauen ist die Missionarsstellung eine willkommene Sache: sie kann sich zurücklehnen und entspannen und ihm den Hauptteil der „Arbeit“ überlassen. Kompliziertes Kamasutra ist aber nur scheinbar spannender. Langweilig ist an der Missionarsstellung nur ihr falscher Ruf.

Wen das nicht überzeugt, dem sei gesagt: eine Missionarsstellung kommt selten allein. Lasst euch inspirieren von unseren aufgepimpten Stellungswechseln, die garantiert für Spaß im Bett sorgen. Kuschelsex? Von wegen!

1. Ändert den Winkel

Zugegeben, die Stimulation der Klitoris kommt bei der klassischen Missionarsstellung ein wenig zu kurz. Mit einem kleinen Trick könnt ihr das Problem angehen: Wenn ihr das nächste Mal bei der Sache seid, schiebt einfach ein Kissen unter den Po der Frau. Das sorgt dafür, dass sein Schambereich an ihrem Kitzler reibt und ihn stimuliert. Mehr sogar, durch den veränderten Winkel kann er tiefer in sie eindringen und auch den G-Punkt besser erreichen.

2. Beine hoch!

Für besonders intensive Momente gilt: hoch mit den Beinen. Während ihr Rücken flach auf Matratze, Fußboden oder Couch liegt, nimmt er ihre Beine in die Hand und legt sie auf seinen Schultern ab. Er kann ihr weiterhin in die Augen schauen und vorsichtig oder härter in sie eindringen. Das Beste: Seine Hände sind frei und er kann sie mit zusätzlichen Streicheleinheiten verwöhnen oder ihre Klitoris stimulieren. Auch ein guter Tipp: Wenn er sich vor sie kniet, statt sich auf sie zu legen, kann er ebenfalls tiefer in sie eindringen.

3. Das Tempo ist entscheidend

Zu schnell, zu langsam… das richtige Tempo zu finden ist manchmal gar nicht so leicht. Damit es besser funktioniert, geben Sex-Experten oft diesen Tipp: Geben Sie der Frau die Zügel in die Hand. Wenn sie auf dem Rücken liegt und er in der Missionarsstellung in sie eindringt, sollte sie ihren Oberkörper aufrichten. Dabei kann sie sich an ihm festhalten oder mit den Ellenbogen abstützen. Wenn sie ihn dann noch bei den Hüften packt, kann sie den Rhythmus optimal kontrollieren. Wem der Eindringwinkel noch nicht tief genug ist, kann zusätzlich die Beine um ihn schlingen. Wenn das beim ersten Mal noch nicht so klappt, wie gedacht, keine Sorge. Übung macht den Meister!

4. Extra-Kick mit der CAT-Stellung

Coital Alignment Technique, kurz CAT, ist die Wunderstellung mit Orgasmusgarantie. Sie ist so etwas wie die Premiumversion der Missionarsstellung. Die Ausgangsposition ist wie immer: Er oben, sie unten. Sobald er in sie eingedrungen ist, schließt sie die Beine. Nun muss er so weit nach oben rutschen, bis seine Beckenknochen genau auf ihren liegen. Statt nun wie üblich mit dem Becken vor und zurück zu stoßen, sollte er versuchen, von einer leicht erhöhten Position nach unten zu drücken. Die Hüften reiben rhythmisch aneinander. Wenn er es dann noch schafft, leicht kreisende Bewegungen einzubringen, wird die Stimulation zusätzlich erhöht. Der größte Pluspunkt? Die Klitoris wird viel mehr stimuliert, als bei der normalen Missionarsstellung. Eine Studie des Journal of Sex and Marriage hat gezeigt, dass 56% der Frauen im Vergleich zu ihr bei der CAT-Stellung häufiger zum Orgasmus kamen.

5. Gewichtsverlagerung

Sein Gewicht ist ihr bei der Missionarsstellung zu viel? Egal aus welchen Gründen, wenn er ihr zu schwer wird, kann das Problem durch einen kleinen Trick aufgehoben werden. Statt seinen Oberkörper komplett auf ihr abzulegen, kann er sich einfach mit den Händen abstützen. Eine andere Option: Wenn er in sie eingedrungen ist, kann sie ihre Beine schließen und der Mann kniet außerhalb der Schenkel der Frau, statt seine Beine der Länge nach auszustrecken. Schlingt sie dann noch ihre Beine um seinen Rücken, haben beide viel Freiraum für schwungvolles Stoßvergnügen.

Mit diesen Varianten verliert die Missionarsstellung ihren Ruf als mittelmäßige Anfängerstellung ganz schnell. Also: Werdet kreativ und wandelt den Stellungsklassiker so ab, wie es euch am besten gefällt!

Eure Lea

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