LOGIsch: Mediterrane Kost + niedrige glykämische Last (GL) = geringeres Diabetesrisiko

LOGI  Gemüsekiste klein

Der Typ-2-Diabetes nimmt weltweit zu, auch Deutschland ist davon nicht ausgenommen. Für die Betroffenen, die zunehmend früher erkranken und somit auch ein höheres Risiko für Folgekrankheiten tragen, ist das eine große Belastung. Und auch die Gesellschaft ächzt unter den explodierenden Gesundheitskosten.

Bisher zeigten Studien, dass sowohl ein hoher Gemüsekonsum als auch eine mediterrane Ernährung das Risiko senken, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Einige weitere Studien (nicht alle) belegen: Wer Lebensmittel mit niedriger glykämischer Last isst, kann sich über ein vermindertes Diabetesrisiko freuen.

Bringt eine Kombination Vorteile?

Wenn zwei verschiedene Ernährungsformen – eine mediterrane Essweise und eine niedrige glykämische Last – für sich genommen das Diabetes-Risiko senken, was passiert, wenn man beide Aspekte miteinander kombiniert?

Lässt sich so ein zusätzlicher Benefit erzielen? Dieser Frage ging ein Forscherteam auf Basis einer Beobachtungsstudie mit 22.295 Teilnehmern nach (griechische Kohorte der EPIC-Studie). (Studiendesign siehe Info-Box)

Die Forscher bildeten anhand der Ernährungsdaten einen Score (Vergleichswert) für mediterrane Ernährung (u. a. viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, natives Olivenöl, maßvoll Alkohol, Fleisch und Milchprodukte). Außerdem wurde – unter Berücksichtigung griechischer Spezialitäten – die GL der verzehrten Speisen berechnet.

Klarer Benefit für eine Ernährung à la LOGI!

Die Probanden, deren Essgewohnheiten der mediterranen Kost am nächsten kamen, hatten ein um 12 Prozent verringertes Diabetesrisiko gegenüber denen, die sich am wenigsten mediterran ernährten. Bei den Teilnehmern mit der höchsten glykämischen Last war das relative Risiko für einen Typ-2-Diabetes um mehr als 20 Prozent erhöht.

Das geringste Diabetesrisiko hatten die Teilnehmer mit einem hohen Score für mediterrane Kost und einer niedrigen GL, die unter anderem durch einen verminderten Kohlenhydratanteil erreicht wurde: Es war signifikant um 18 Prozent vermindert.

Fazit: Viel Gemüse, gute Öle, Obst und Hülsenfrüchte (mediterrane Kost) und eine niedrige GL, insbesondere durch die Einschränkung von Brot, Nudeln, Reis und süßen Speisen, senken das Diabetesrisiko. Genau das ist LOGI!

Studiendesign

Im Rahmen einer Beobachtungsstudie wurden die Ernährungsgewohnheiten der 22.295 Teilnehmer der griechische Kohorte der europaweiten EPIC-Studie durch Interviewer per semiquantitativem Häufigkeitsfragebogen erhoben. Am Ende der durchschnittlich 11,3 Jahre dauernden Studie waren 2.330 der Teilnehmer neu an Diabetes erkrankt.

Quelle: Rossi, M et al.: Diabetologia; online am 22.8.2013

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