Mantras und ihre Wirkung: Bewusst leben, abschalten & frei fühlen

Das Singen oder Rezitieren von Matras bietet in unserer heutigen Zeit eine sehr schöne und einfache Möglichkeit, einmal richtig vom Alltag abzuschalten und wieder zu uns selbst zurückzukehren. Die Mantrameditation ist vor allem im asiatischen Raum stark verbreitet und stellt einen wesentlichen Bestandteil der dort üblichen spirituellen Praxis dar. Doch auch im Westen greifen immer mehr Menschen auf diese doch so simple und für jedermann geeignete Mediationsform zurück, da der positive Effekt des Mantrasingens bereits nach den ersten Übungseinheiten spürbar ist – sogar für Neueinsteiger, und zwar ohne jegliche Vorkenntnisse! Doch was sind Mantras eigentlich und was bewirkt die Mantrameditation? Wie könnt ihr mit dem Mantrasingen beginnen? Wir erklären es euch!

Mantras können sehr vielfältig sein

Prinzipiell handelt es sich bei einem Mantra um eine Silbe, ein Wort oder um einen Vers, der immer wieder laut oder still im Geiste wiederholt wird. Die Bedeutung und der Inhalt von einem Mantra hängen davon ab, aus welcher Tradition oder Religion das Mantra stammt. So finden sich beispielsweise im indischen Hinduismus Mantras, die sich aus den Namen bestimmter hinduistischer Gottheiten zusammensetzen. Im Buddhismus werden wiederum häufig Glaubensgrundsätze rezitiert oder bestimmte Aspekte des Buddha angerufen. Tatsächlich kann jedoch jeder Satz, jede Phrase oder jeder Vers als Mantra genutzt werden, sofern er eine positive Wirkung auf den Übenden hat. Der buddhistische Meister Thich Nhat Hanh aus Vietnam lehrt seinen Schülern beispielsweise Rezitationen, die sich in erster Linie auf das Atmen beziehen. Bei diesen Meditationen sagen die Übenden einfache Sätze auf, wie zum Beispiel „Ich atme ein, ich atme aus. Ich werde ruhig.“ Dieses Beispiel zeigt, dass für das Rezitieren keinerlei Bezug zu einer bestimmten Religion oder ein Ausflug in esoterische Tiefen nötig ist. Tatsächlich kann, wie bereits erwähnt, jedes Wort oder jeder erdenkliche Satz für die Mantrarezitation genutzt werden, selbstverständlich auch Gebete aus der christlichen oder islamischen Tradition.

Wie wirkt ein Mantra auf Körper und Geist?

Durch das Mantrasingen und die Fokussierung des Geistes auf das Mantra kann der Übende seinen sich ständig bewegenden Geist mit einfachen Mitteln zur Ruhe bringen. Wie bei allen anderen Meditationstechniken auch ist die Fokussierung des Geistes auf den Meditationsgegenstand (hier auf das Mantra) ein wesentlicher Bestandteil der Übung. Der Übende konzentriert sich auf die Worte, die er langsam, rhythmisch und monoton spricht, singt oder einfach immer wieder im Geiste wiederholt, wodurch die Denkprozesse automatisch beruhigt werden. Dies wirkt sich wiederum positiv auf das vegetative Nervensystem und auf das allgemeine Wohlbefinden des Menschen aus, denn wie allgemein bekannt, sind unsere Gedanken mitverantwortlich für unser körperliches Empfinden. Kommt der Geist zur Ruhe und löst sich durch die Konzentration auf ein Mantra von den Alltagssorgen, stellt sich auch auf der körperlichen Ebene ein spürbarer Entspannungszustand ein. In den asiatischen Traditionen werden zudem auch noch der Inhalt von einem Mantra, dessen Rhythmik und der mit dem Mantra verbundene Klang als sehr wichtig angesehen. Ein Übender, der mit der Zeit mit verschiedenen Mantras experimentiert, kann tatsächlich Unterschiede bezüglich der Wirkung feststellen.

Vitalisierende Mantraübungen mit schneller Rhythmik


Vor allem Mantrameditationen, die mit einer sehr schnellen Rhythmik und mit einer hohen Tonalität praktiziert werden, können den Körper und Geist in nur kurzer Zeit vitalisieren und dem Übenden zu neuer Energie verhelfen. Derartige Mantraübungen sollten jedoch im Idealfall mit einem erfahrenen Meditationslehrer praktiziert werden, der das Tempo und den Flow der Rezitation vorgibt. Mitunter kann eine derartige Meditation aber auch mit einer CD geübt werden. Wichtig ist hierbei, den Körper und Geist zu beobachten und nicht über die eigenen Grenzen zu gehen. Sobald sich der Übende nicht mehr wohlfühlt, sollte er seine Praxis unterbrechen und das Tempo der Rhythmik vermindern. Den Eins ist besonders wichtig: Mediation in jeglicher Form soll uns gut tun und nicht unnötig anstrengen. Mediation dient dem Wohlbefinden und ist kein Leistungssport. Im Idealfall probiert ihr erst einmal mehrere Mantras aus, erfindet selbst eins oder greift auf ein Mantra aus einer bestimmten Tradition zurück. Sehr schnell werdet ihr spüren, welches Mantra euch im Alltag gut tut.

Wie kann ich mit der Mantramediation beginnen?

Für die Mantramediation ist es wichtig, sich an einen ruhigen Ort zurückzuziehen, an dem ihr nicht gestört werdet. Jede Art von Mediation kann generell im Sitzen auf einem Stuhl, im Liegen oder natürlich im Lotussitz praktiziert werden. Letzteres ist wahrscheinlich eher für Fortgeschrittene geeignet, denn ihr sollt euch in der jeweiligen Position über die gesamte Dauer der Übung wohl und komfortabel fühlen. Sobald ihr eure bevorzugte Meditationshaltung eingenommen habt, könnt ihr mit geschlossenen Augen ein paar tiefe Atemzüge nehmen und euren Geist auf den eigenen Atem konzentrieren. Danach beginnt die eigentliche Rezitation des Mantras, welches anfangs für ca. 5-10 Minuten, später 20–30 Minuten in gleichbleibendem Rhythmus und Tempo laut oder leise in Gedanken wiederholt wird. Schweift euer Geist einmal vom Mantra ab oder kommt ihr ins Stocken, ist das kein Drama: Führt eure Gedanken einfach sanft und ohne Zwang wieder zurück zur Übung und zum Mantra und macht weiter wie zuvor.

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Habt ihr schon mal mit Mantras gearbeitet? Wenn ja, welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Schreibt es uns in die Kommentare!

Eure Feli

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Feli

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