Make-up Tipps für reife Haut: Richtig pflegen ab 40

Lieblingsprodukte verändern sich. Die Lidschattenpalette in Blautönen, die ich mit 14 noch hinreißend fand, würde heute nur noch für eine Bad Taste-Party aus den Tiefen meiner Schminksammlung gekramt werden. Ähnliches entdecke ich beim Kosmetiktausch zu Hause. Meine regelmäßigen Fehlkäufe bringe ich erstmal mit zu meiner Mutter, weil klar ist: Dinge, die zu meiner Haut nicht passen, können für sie fantastisch funktionieren. So ist es mit Hautpflege (leichtes Anti-Mitesser-Fluid gegen reichhaltige Creme de la Mer), Haircare (Glitter-Haarspray gegen Elnett) und eben auch Make-up (die blaue Lidschattenpalette hatten wir ja bereits …).

Die Vorbereitung

Reife Haut braucht ab etwa 40 Jahren einen neuen Schminkplan. Zum einen, weil sie durch den sinkenden Östrogenspiegel oft ihre Beschaffenheit ändert und häufiger trocken wird. Das führt zu einem blasseren Hautton, die Fettschicht schwindet direkt unter der Hautoberfläche. Die kindlich-runden Wangen weichen markanteren Gesichtszügen. Es ist jetzt besonders wichtig, die Haut mit guter Pflege zu versorgen. Feuchtigkeit ist die Devise! Kleine Trockenheitsfältchen werden so geglättet und das Hautbild wirkt praller und jugendlicher. Die Pflege ist als Basis vor jedem Make-up besonders wichtig. Wer zusätzlich für eine perfekte Basis sorgen möchte, kann einen aufpolsternden Primer verwenden, der die Struktur der Haut optisch glättet und dafür sorgt, dass Make-up länger hält. Auch auf den Hautton kommt es an: Primer mit hauttonangleichender Funktion können rötliche Flecken kaschieren. Goldene oder gelbliche Töne sorgen für einen strahlenden Look.

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Die Basis

Dicke Foundation und Puderschichten sind in keinem Alter schön. Wer die Zeiten von Pickeln und Unreinheiten hinter sich gelassen hat, auf den kommt gleich die nächste Herausforderung zu: kleine Fältchen um Augen und Mund, in denen sich kompaktes Make-up gerne festsetzt. Flüssige Foundation schafft Abhilfe. Sie sollte ganz dünn und bestenfalls mit einem Make-up-Pinsel aufgetragen werden. Dadurch wird der Auftrag präzise. Die Form der Pinsel kann nach Belieben gewählt werden. Flache Pinsel legen das Make-up auf die Hautoberfläche, während ein Bufferpinsel das Produkt direkt in die Haut einarbeitet. Dunkle Flecken, Pigmentstörungen und Rötungen können dann mit einem Concealer abgedeckt werden. Danach wird der Concealer mit einem Finishing Puder fixiert. Dieser sollte vorsichtig auf die Stellen aufgetragen werden, wo Fältchen deutlich sind. So wird vermieden, dass sich das Produkt in selbige absetzt. Insgesamt gilt: Weniger ist mehr. Auf den Wangen bitte kein Puder auftragen. Glänzende Wangen wirken immer jung und frisch!

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Wangen brauchen Glanz

Tolle Wangenknochen kommen im Alter noch mehr zur Geltung. Und die sollte man auf jeden Fall betonen. Mit einem Bronzer mit goldenem Unterton lassen sich die Wangenknochen hervorheben und das gesamte Gesicht bekommt einen frischen Glanz. Statt trockenem Puderrouge könnt ihr jetzt auf Cremerouge setzen. Der lässt sich ganz einfach mit den Fingern in der Mitte der Wangenknochen bis zur Schläfe hin auftragen und wirkt frisch. Wem der Glanz immer noch nicht genügt, kann zu einem Cremehighlighter greifen. Dieser kann – vorsichtig dosiert – auf Wangenknochen und Brauenbogen aufgetragen werden. Wichtig ist hier: Verzichtet auf Produkte, die Glitzerpartikel enthalten. Sie setzen sich in Fältchen ab und sehen schnell günstig aus.

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Augen gekonnt betonen

Volle Augenbrauen fallen oft gut gezupften Jugendsünden zum Opfer. Dabei sorgen sie in voller und geschwungener Manier für einen starken Gesichtsausdruck. Nutzt den aktuellen Brauentrend und die Fülle an Produkten, um zu schauen, was für eure Brauen am besten funktioniert. Ein Puder, das einen Hauch dunkler ist, als die natürliche Augenbraue sollte in zarten Strichen aufgetragen werden. Anschließend mit einem transparenten Gel mehrmals in Form bürsten, bis der Schwung perfekt ist.

Wenn die Augenpartie leicht anfängt zu hängen, kann man ganz einfach mit ein paar Tricks wieder mehr Kontur schaffen. Mit einem schwarzen Eyeliner eine dünne Linie am oberen Wimpernkranz aufragen. Bei der Wahl der Lidschattenfarbe sollte man auf natürliche Töne setzen. Metallische Schimmerfarben und unnatürliche Töne wie Blau oder Grün sollten vermieden werden (Es sei denn, ihr fühlt euch so schön und selbstbewusst!). Etwas weißer oder goldener Lidschatten im inneren Augenwinkel lässt das Auge strahlen und öffnet es optisch. Eine leichte gräuliche Schattierung in der Lidfalte sorgt für Struktur.

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Schminkt ihr euch heute anders als früher? Was für Produkte habt ihr damals benutzt, die ihr heute nicht mehr anrühren würdet? Verratet es uns in den Kommentaren!

Eure Lea

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