Verstopft Make-up unsere Poren? Die Wahrheit über komedogenes Make-up

Kennt ihr das? Egal, wie viel Puder ihr auftragt, eure Poren wirken trotzdem groß und sichtbar? Pickel und Unreinheiten entzünden sich schlimmer, wenn ihr Concealer benutzt? Es ist eine fiese Ironie – die Produkte, die Unreinheiten und Ungleichmäßigkeiten verstecken sollen, machen die Haut darunter und somit ihre Probleme noch viel schlimmer. Der Übeltäter ist oft leicht zu finden: komedogene Stoffe.

Komedo-was? Komedogene Inhaltsstoffe sind dafür verantwortlich, die Bildung von Mitessern und Unreinheiten zu unterstützen. Silikon, Mineralölprodukte, Paraffinöl und PEG (Polyethylenglykole) zählen zu den bekanntesten Komedogenen. Sie werden als Bindemittel und Weichmacher in Cremes und Make-ups eingesetzt und machen die Texturen unserer Kosmetik seidig und geschmeidig. Auf unserer Haut können sie aber Dramatisches bewirken: Genau von ihnen rührt der Mythos, dass Make-up die Poren verstopft und eine schlechte Haut macht.

Problemhaut: Ein Teufelskreis

Gerade Problem- und Aknehaut hat mit komedogenen Stoffen zu kämpfen. Der Teufelskreis ist schnell erklärt: Die Haut bricht aus, Pickel entstehen und Rötungen sorgen für ein unruhiges Hautbild, das es zu überdecken gilt. Man greift zu schweren Make-ups und Concealern, die die Unreinheiten abdecken sollen. Gleichzeitig verwendet man gerne Produkte, die lange halten, um sicherzugehen, dass auch ja nichts verrutscht oder über den Tag verschwindet. Abends braucht es ölhaltige Abschminkprodukte und viel Reibung, um das schwere Make-up wieder zu entfernen. Die Haut wird so stark strapaziert und unruhig, sodass sich die Akne verschlimmert. Was tut man also? Man trägt am nächsten Tag noch mehr Make-up auf. Besonders diese gern verwendeten „ultra lang haltenden“ Make-ups und Kompakt-Make-ups sorgen für den meisten Ärger. Von Weitem betrachtet sorgen sie für ein ebenmäßiges Hautbild, bei nahem Hinsehen offenbart sich jedoch das Dilemma: eine Decke aus Unebenheiten und Hügelchen verteilt sich über das Gesicht.

Um das Problem langfristig zu lösen, braucht es ein abgestimmtes Hautpflegeregime und natürlich die richtige Wahl des Make-ups. Abdecken soll es, aber nicht zusätzlich belasten. Wir haben die besten Produkte gefunden und verraten euch, auf welche Stoffe ihr verzichten solltet!

PEG vermeiden

PEG oder Polyethylenglykole werden als Emulgatoren in Kosmetika verwendet. Das aus Erdöl gewonnene Produkt basiert auf dem Ausgangsstoff Ethylenoxid, besser bekannt als Grundstoff für Frostschutzmittel. Dieser Ausgangsstoff gilt als krebserregend. PEG sind billig und deshalb für Kosmetikhersteller besonders interessant. Bekannt geworden und in Verruf gerraten sind sie auch, weil sie Glykole enthalten, die die natürliche Schutzbarriere der Haut abschwächen. Durch die höhere Durchlässigkeit können nicht nur gute Wirkstoffe tiefer in die Haut eindringen, sondern auch Schadstoffe. Gerade entzündete Aknehaut wird so noch stärker in Anspruch genommen.

Silikone und Mineralöle: Schädlinge im samtigen Pelz

Silikone sind aus Erdöl gewonnene Kunststoffe, die genau wie Mineralöle in vielen Kosmetikprodukten als Ersatz für hochwertige Öle eingesetzt werden. Sie sind zwar gut verträglich, aber völlig hautfremd. Aufgetragen auf der Haut fühlen sie sich wunderbar an: glatt, geschmeidig und mit samtigem Finish. Langfristig gesehen sorgen sie allerdings für Ärger: Sie legen sich nur wie ein glättender Film auf die Haut, sodass die natürliche Regeneration gehindert wird. Die Barriere aus Silikon verhindert, dass Vitamine und gutartige Stoffe eindringen können. Die Haut ist wie unter einer Glocke.

Mineralöle gehen noch einen Schritt weiter: Sie dichten die Hautoberfläche ab. Keime und Bakterien können es sich unter der Abdichtung gemütlich machen und Nährstoffe haben keine Chance mehr, die Haut von außen zu versorgen.

Wie erkenne ich komedogene Stoffe?

Es gibt eine Reihe von Bezeichnungen, hinter denen sich komedogene Stoffe verstecken. Mineral Oil, Petrolatum, Paraffinum Liquidum, Paraffinum Subliquidum, Cera Microcristallina, Microcrystalline Wax, Ozokerit, Ceresin, Vaseline sind Codes für Mineralöle. Silikone erkennt man, wenn man Dimethicone, Methicone, Polysiloxane oder Cyclomethicone auf der Inhaltsstoffliste liest. PEG enden in der Bezeichnung auf „-eth“, wie z.B. Ceteareth-8.

Nicht-komedogen: Die besten Make-ups

Viele Kosmetikhersteller haben ihr Sortiment auf nicht-komedogen umgeschaltet. Der Trend hin zur Naturkosmetik und das stärkere Bewusstsein der Verbraucher sorgen für eine große Auswahl an Produkten, die wir ohne Bedenken verwenden können.

Hier sind unsere 3 Top-Produkttipps für euch:

Make-up-Stick: VICHY Dermablend Korrigierender Male-up-Stick

Flüssig-Make-up: La Roche Posay Toleriane Teint Hydrating Water-Cream Foundation

Puder: Armani Luminous Silk Puder


Nehmt euch euer aktuelles Make-up zur Hand, checkt die Inhaltsstoffe! Sind komedogene Stoffe enthalten? Habt ihr in der Vergangenheit Erfahrungen damit gesammelt? Verratet es uns in den Kommentaren!

Eure Lea

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