Kürbis? – Aber LOGIsch!

Kürbis Bohnen Curry

Halloween – die Zeit der schaurig-schön beleuchteten Grinsegesichter – ist vorbei; die Kürbissaison noch lange nicht!

Die reicht bis weit in den Winter hinein oder sogar darüber hinaus; denn Kürbisse lassen sich – zumindest im Ganzen – sehr gut lagern.

Botanisch betrachtet gehören sie zur Familie der Beeren, auch wenn sie unserem optischen Verständnis von Beerenfrüchten vermutlich nicht so ganz entsprechen. (Wobei nicht alles, was den Namen Beere trägt aus botanischer Sicht auch tatsächlich eine ist. Aber das ist eine andere Geschichte …)

Kürbisse sind kalorien- und kohlenhydratarm, wasser- und ballaststoffreich, wahre Powerpakete was gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe betrifft und dabei noch unglaublich vielseitig einsetzbar.

Also kurz gesagt: rundum perfekt für die LOGI-Ernährung!

Kürbis – Vielseitig und gesund

Längst nicht alle der rund 800 Kürbisarten sind verzehrstauglich. Zierkürbisse erfreuen zwar das Auge, sind aber weder geschmacklich noch gesundheitlich für den Einsatz in der Küche geeignet.

Anders sieht es bei den Speisekürbissen aus: Ob als pikanter Auftritt in Form von Suppen oder Püree, als Beilage, Auflauf, Chutney, Rohkost oder auch mal in der süßen Variante als Kuchen, Kompott oder Marmelade – Hokkaido, Butternuss- und Muskatkürbis und Co. bringen reichlich Abwechslung auf den Teller und für den Gaumen.

Der Hokkaido-Kürbis – klein und fein
Ursprungsland Japan, wird seit gut 20 Jahren auch in Deutschland angebaut
> Gewicht: 1–2 kg
> Farbe: orangerot
> Geschmack: leicht nussig bis leicht süßlich
> Konsistenz: saftig und faserarm
> Schale: dünn, kann mit verzehrt werden (gut waschen oder Bio-Ware verwenden!)

 In 100 g Kürbisfleisch stecken gerade mal rund 25 Kilokalorien und etwa 5 g Kohlenhydrate: äußerst günstig für die Energiebilanz und niedrige Blutzuckerspiegel. Der hohe Wassergehalt (rund 90 Prozent) und die enthaltenen Ballaststoffe sättigen gut. Ganz schön LOGIsch!

Und auch an Vitalstoffen mangelt es nicht. Die leuchtend gelbe, gelb-orange oder orange bis orangerote Farbe des Fruchtfleischs signalisiert schon von Weitem, dass reichlich Betakarotin (Vorstufe von Vitamin A) enthalten ist. Das erfreut nicht nur die Augen sondern ist zugleich ein effektiver Zellschutz und wirkt entzündungshemmend.

Ebenfalls an Bord: B-Vitamine, Vitamin C und E sowie eine Fülle an Mineralstoffen (Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphor) und sekundären Pflanzenstoffen. Kürbisse haben also nicht nur kulinarisch sondern auch präventiv ein enormes Potenzial.

Und was ist mit den Kürbis-Kernen?

Auch über die Kerne und das daraus gewonnene Öl gibt es eine ganze Menge zu berichten. Grund genug, ihnen demnächst einen eigenen Beitrag zu widmen.

Gut aufbewahrt!
Kürbisse lassen sich sehr gut lagern – vorausgesetzt die Schale ist unversehrt und der Stiel ist noch dran. Dann hält ein reifer Kürbis bei etwa 10 bis 13 Grad gut und gerne ein paar Monate. Anschnitte sollten gut verpackt im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt und innerhalb weniger Tage verbraucht werden.

Einfrieren ist ebenso möglich: Das Kürbisfleisch dafür einfach kurz blanchieren und innerhalb der nächsten drei bis vier Monate verarbeiten. Auch fertige Gerichte lassen sich im Tiefkühler gut für den späteren Verzehr konservieren. Abgesehen von diesen bewusst eisigen Temperaturen mögen es Kürbisse gar nicht frostig. Das gilt auch für den Eigenanbau: Gepflanzt wird im Frühjahr nach dem letzten, geerntet wird im (Spät-) Herbst vor dem ersten Frost.

Jetzt sind wir gespannt auf eure kulinarischen Kürbis-Erfahrungen. Mögt Ihr ihn lieber scharf mit Curry oder Ingwer oder lieber mild oder gleich als süße Verführung? Was ist euer Lieblings-Kürbisrezept?

Über den Author
Logish

Hinterlasse einen Kommentar