Kokosöl – Was ist dran am Trend?

Es ist längst als Statement Produkt in Bad und Küche angekommen: Kokosöl wird bereits seit einiger Zeit gehyped und zu der Wunderwaffe bei Hautproblemen aller Art stilisiert. Doch was ist wirklich dran am Trend um die Nuss?

Als Creme, als Make-up-Entferner, Haarkur und Nagelpflege – die Liste der Einsatzmöglichkeiten scheint endlos. Kein Körperteil, das nicht von einer guten Portion Kokos profitieren kann. Es klingt ja auch zu gut: Kokosöl ist reich an Vitamin E und Omega-3-Fettsäuren, wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Der Duft versetzt uns an entlegene Südseestrände und der niedrige Schmelzpunkt macht es für eine Vielzahl an Anwendungen interessant.

Power-Nuss pflegt von Kopf bis Fuß

Durch seine Inhaltsstoffe ist es optimal, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen, sie weich und geschmeidig zu machen. Es entfernt schonend Make-up, lässt sich für eine intensive Haarmaske erwärmen und macht spröde Lippen wieder zart. Wer seinen Körper mit dem exotischen Öl pflegen möchte, sollte beachten: Je höher der Anteil an reinem Kokosöl, desto besser sind die Produkte für trockene Haut geeignet. Selbst sehr spröde Körperpartien wie Füße oder Ellenbogen werden durch das Öl wieder weich. Pures Kokosöl hat außerdem eine entzündungshemmende Wirkung, die besonders gut bei einem Sonnenbrand oder leichten Schürfwunden eingesetzt werden kann.

Tipp: Einen guten Esslöffel Kokosöl in laufendes Badewannenwasser geben. Die Wärme des Wassers löst das Öl sofort auf und nach dem Baden könnt ihr euch das Eincremen sparen.

Seine Power steckt sowohl im flüssigen Kern als auch in der Frucht der Kokosnuss. Das Kokoswasser ist seit einiger Zeit absolutes Trendgetränk. Als sicherer Durstlöscher enthält es gerade einmal 15 bis 20 Kalorien pro 100 Milliliter und ist dank seiner großen Menge an Kalium isotonisch. Es kann vom menschlichen Körper besonders gut aufgenommen werden, weil das Verhältnis von Nährstoffen zu Flüssigkeit genau dem unseres Bluts entspricht.

Das aus dem getrockneten Fruchtfleisch gewonnene Öl ist besonders reich an Pflegestoffen. Unter 25 Grad bleibt es fest und wird erst durch Körpertemperatur oder warmes Wasser flüssig. Haut und Haare brauchen die enthaltenen Mineralien wie Zink, Eisen, Kalzium, Magnesium genauso wie Aminosäuren und Spurenelemente, die im Fett enthalten sind.

Juckende Kopfhaut und glanzlose Haare profitieren beispielsweise von Pflegeprodukten mit Kokosöl. Kokosöl hilft dabei, den Feuchtigkeitshaushalt der Kopfhaut und von strapazierten Haaren wiederherzustellen und minimiert unerwünschten Frizz.

Tipp: Eine Über-Nacht-Maske mit Kokosöl macht selbst krausige Lockenköpfe wieder glänzend. Zwei bis drei Esslöffel im Kochtopf erwärmen und die flüssige Kur ins Haar einmassieren. Haare in ein Handtuch wickeln und über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Morgen könnt ihr die Kur wieder ausspülen.

Beim Kauf von Kokosöl beachten: Native Öle

In jedem Fall gilt: Industriell verarbeitetes Kokosöl sollte vermieden werden, da die Kokosnüsse nach der Pressung gebleicht und raffiniert werden und so ihre wichtigen Nährstoffe verlieren. Außerdem können deodorierte Kokosöle Irritationen auf der Haut auslösen und für Entzündungen sorgen. Empfehlenswert sind unbearbeitete Öle, die im Handel als nativ gekennzeichnet sind. Sie enthalten hohe Anteile an gesättigten Fettsäuren und Vitaminen und können pur auf Haut und Haar angewendet werden.

Wer unter Problemhaut leidet, sollte allerdings aufpassen. Kokosöle können Poren verstopfen, wenn sie zu lang oder zu schwer auf der Haut liegen. Wer unsicher ist, ob seine Haut für die Anwendung mit Kokosöl geeignet ist, tastet sich am besten vorsichtig heran. Vorsichtig sein sollten auch die unter uns, die an einer Nussallergie leiden. In einigen Fällen wurden allergische Reaktionen von Allergikern bekannt. Die Zahl ist allerdings sehr gering.

Tipp: Für eine Erstanwendung am besten ein wenig Kokosöl auf ein Wattepad geben und es für die Entfernung von Make-up verwenden. Der Auftrag auf die Haut erfolgt so möglichst dünn, es reinigt porentief und ihr könnt testen, ob eure Haut das Öl gut verträgt.


Habt ihr schon Kokosöl ausprobiert? In der Küche oder im Bad? Verratet es uns in den Kommentaren!

Eure Lea

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