Kohlenhydratreduzierte Ernährung à la LOGI hilft auch Japanern

Japan Fisch

Kohlenhydratreduzierte Kostformen verbessern den Zucker- und Fettstoffwechsel bei Typ-2-Diabetikern auch unabhängig von einer Gewichtsabnahme und selbst dann, wenn sie ohne Begrenzung der Kalorienmenge (ad libitum) gegessen werden.

Diese zwei wesentlichen Unterschiede gegenüber herkömmlich empfohlenen fettarmen Diäten sorgen für mehr Lebensqualität und eine bessere Compliance bei Low-Carb-Kostformen à la LOGI.

In westlichen Ländern sind die Vorteile kohlenhydratreduzierter Kostformen zur Behandlung von Menschen mit Typ-2-Diabetes inzwischen so gut belegt, dass sie in die Richtlinien diverser Fachgesellschaften aufgenommen wurden, darunter die amerikanische und britische Diabetikervereinigungen sowie die Bundesärztekammer.

Profitieren auch japanische Diabetiker?

Eine Studie untersuchte, ob eine kalorisch nicht limitierte, kohlenhydratreduzierte Ernährung einer kalorienreduzierten fettarmen Diät auch bei japanischen Typ-2-Diabetikern überlegen ist.

Das Ergebnis: Die diätetischen Vorgaben (s. Kasten) wurden von beiden Gruppen gut eingehalten und die Kalorienzufuhr sank bei allen Teilnehmern. Und das, obwohl es bei Low-Carb diesbezüglich keine Beschränkung gab. Zwei weitere Pluspunkte der Kohlenhydratreduktion: Nur in dieser Gruppe sanken sowohl der Langzeitzucker HbA1c (von 7,6 auf 7%) als auch die Triglyzeride (von 142 auf 84 mg/dl) signifikant.

Fazit: Auch japanische Diabetiker profitieren von einer moderat kohlenhydratreduzierten ad-libitum Ernährung à la LOGI!

Studiendesign
Bei der sechsmonatigen randomisierten Interventionsstudie wurde eine kalorienreduzierte, fettarm ernährte Gruppe (Ziel: 25 kcal/kg Idealgewicht, 50-60 en% KH, < 25 en% Fett, < 20 en% Protein) mit einer kohlenhydratreduzierten ad-libitum Gruppe (70-130 g KH täglich, 20-40 g KH pro Mahlzeit) verglichen. Ziel der Untersuchung: Effekte auf HbA1c und typische Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Lipid-, Leber-, Nieren- und Entzündungswerte). Die Teilnehmer: 24 Typ-2-Diabetiker, je 12 Männer und Frauen, i. D. 63,3 Jahre mit ungenügender Blutzuckerkontrolle nach Empfehlung einer kalorienreduzierten Kost (HbA1c 6,9-8,4%). Sie erhielten zu Studienbeginn eine Ernährungsberatung und eine medizinische Untersuchung. Kontrolluntersuchungen erfolgten alle zwei Monate.

Quelle: Yamada, Y et al.: Internal Medicine 2014;53:13-19 (open access)

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