Iss dich schön! Traumhafte Haut dank gesunder Ernährung

Manchmal gibt es Tage, an denen erkennen wir uns selbst nicht wieder. Man fühlt sich grau, irgendwie matt und fahl. Die Haut spannt, wirkt trocken und trist. Dazu noch ein, zwei Unreinheiten, die es sich über Nacht auf unserem Nasenrücken bequem gemacht haben. Ein Blick auf die Sündenliste vergangener Tage gibt manchmal Aufschluss darüber, warum unsere Haut so spielt, wie sie spielt. Die kleine Mousse au Chocolat beim Restaurantbesuch gestern wird schon niemandem aufgefallen sein. Der Burger mit den Kollegen in der Mittagspause heute? Nein, ja, vielleicht?

„Du bist, was du isst“ trifft viel mehr zu, als wir uns manchmal wünschen. Unsere Haut fungiert nicht nur als Schutzschicht, als Regulator von Wasserhaushalt und Temperatur unseres Körpers, sondern auch als Spiegel unserer Ernährungsweise. Schon die alten Ägypter erkannten bereits vor 3.500 Jahren die hautverfeinernden und schönheitsfördernden Wirkungen verschiedener Kohlarten, Linsen oder diverser Obstsorten. Wer seine Haut optimal versorgen und das Beste aus ihr herausholen will, dem zeigen wir jetzt, welche Schönmacher schwere Make-ups überflüssig machen und womit der innere Glow so richtig zum Vorschein kommt. Teller frei für die köstlichen Beauty-Booster!

Beeren statt Botox

Viele Beerensorten, zum Beispiel Blaubeeren, Himbeeren und Stachelbeeren, haben eine sehr hohe Schutzwirkung gegen freie Radikale, also Antioxidantien. Eine kleine Menge saurer Beeren deckt bereits den Tagesbedarf an Vitamin C. Die in den Beeren enthaltenen Anthocyane halten die Gefäße elastisch und schützen die Zellen vor freien Radikalen. Für uns bedeutet das: Mehr Elastizität der Haut und weniger Fältchen. Die Faustregel ist hierbei: Je dunkler, desto besser. Holunderbeeren haben beispielsweise eine ca. 14-mal höhere Schutzwirkung als rote Trauben. Wer genügend Beeren konsumiert, wirkt sogar präventiv der vorzeitigen Alterung seiner Haut entgegen. Das Siegertreppchen der Antioxidantien-Wunder besteigt ganz klar die Superfruit Acai Beere. Laut einer Untersuchung der renommierten National Standards Research Collaboration hat die Powerfrucht den höchsten Anteil an freien Radikalen aller in der Natur wachsenden Lebensmittel. Die Beeren haben außerdem einen entzündungshemmenden Effekt, was sie auch für Aknehaut interessant macht.

Tipp: Achtet auf die Farbe Lila!

In allen lilafarbenen Lebensmitteln stecken sogenannte Anthocyane. Das sind besonders wirkungsvolle Antioxidantien, die vor Zellschäden schützen, den Blutfettgehalt senken und sogar dem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen sollen. Jegliche Obst- und Gemüsesorten in Violetttönen sind super: Auberginen, Pflaumen, Weintrauben, Rotkohl, Brombeeren und lila Möhren. Ein Glas Rotwein ist übrigens auch mal erlaubt.

Flüssigkeit statt Foundation

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist das A und O für eine schöne, pralle Haut. Sie hält sie feucht und ebenmäßig und hilft dem Körper, Giftstoffe auszuschwemmen. Statt zuckerhaltigen Fruchtsäften und fettigen Milchkaffees sollten wir auf klares Wasser und grünen Tee zurückgreifen. Letzterer ist eine Wunderwaffe bei gereizter und entzündeter Haut und kann nicht nur getrunken, sondern auch als Toner auf die Haut gegeben werden. Der Stoff Polyphenol EGCG, der in großer Menge in ihm vorkommt, sorgt dafür, dass Poren verkleinert und Rötungen, Schwellungen und Akne gemildert werden. Ein strahlendes Hautbild liefern auch die vielen Antioxidantien, die im grünen Tee enthalten sind. Wer einen Garten zu Hause hat und sich über das sprießende Unkraut im Sommer ärgert, sollte einen zweiten Blick auf das werfen, was da wächst. Nesseln, die sonst zuhauf in der Biotonne landen, können wunderbar zu Tee oder grünen Smoothies verarbeitet werden. Auch sie sind entzündungshemmend und entschlacken den Körper. 1,5-2 Liter Flüssigkeit sollten wir mindestens täglich zu uns nehmen, um unsere Haut prall und alle Stoffwechselvorgänge im Körper im Gange zu halten.

Proteine statt Puder

Proteine, also Eiweiße, halten nicht nur die Hautalterung auf, sondern können auch kleine Hautschäden reparieren. Ein gesundes Protein-Polster kann unsere Haut nicht von außen in die obersten Hautschichten aufnehmen. Sie selbst besteht zum größten Teil aus Kollagen, das aus Proteinbausteinen aufgebaut wird und für den Aufbau sowie die Erneuerung der Körperzellen verantwortlich ist. Keine Creme wird beim Aufbau der Proteinversorgung so unterstützen können, wie es die Versorgung von innen tut. Fisch (übrigens auch eine hervorragende Quelle für Omega-3-Fettsäuren), Eier, Geflügel und fettarme Milchprodukte versorgen die Haut mit den wichtigen Proteinen. Soja, Tofu, Linsen und Amaranth sind hochwertige pflanzliche Proteine, die in den Speiseplan integriert werden können. Die enthaltenen Aminosäuren sind ebenfalls ein wahrer Jungbrunnen. Sie bringen den Stoffwechsel in Schwung und sorgen somit für junges, festes Bindegewebe. Diabetiker sollten darauf achten, nicht zu viel Eiweiß zu sich zu nehmen, da Abbauprodukte, wie Harnstoff, über die Niere ausgeschieden werden.

Doch ein gesunder Teint wird natürlich nicht nur durch eine ausgewogene Ernährung erreicht. Innere Ausgeglichenheit, Zufriedenheit und eine sinnvolle Hautpflegeroutine spielen ebenso eine Rolle. Nichtsdestotrotz ist die Pflege mit guten Nahrungsmitteln so einfach wie natürlich – und wirkt besser als manche Schönheitselixiere.


Wie seht ihr das? Habt ihr auch das Gefühl, dass sich eure Ernährung auf eure Haut und euer Wohlbefinden auswirkt? Wenn ja, welche Lebensmittel schätzt in eurem Beauty-Köfferchen besonders?

Eure Lea

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