Die Sache mit der Insulinresistenz

LOGI Insulinresistenz

Vielleicht ist euch der Begriff Insulinresistenz schon das eine oder andere Mal begegnet – im Zusammenhang mit dem Thema Diabetes oder auch in Verbindung mit der LOGI-Methode.

Von einer Insulinresistenz spricht man, wenn die Körperzellen nicht mehr in gewohnter Weise auf das – nach einer kohlenhydrathaltigen Mahlzeit – von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttete Insulin reagieren und der Zucker aus dem Blut nicht mehr in die Zellen gelangen kann.

Das Tückische daran: Die verminderte Insulinwirkung verursacht keine Beschwerden, das heißt, man merkt nichts davon. Allerdings gibt es einige Anzeichen, die eine Insulinresistenz wahrscheinlich machen – etwa vermehrte Fettpolster am Bauch, erhöhte Triglyceride (Blutfettwerte) oder auch ein erhöhter Blutdruck. Wer es genau wissen möchte, kann entsprechende Untersuchungen durchführen lassen (z. B. Nüchtern-Insulinspiegel, oraler Glucose-Toleranztest).

Wie kommt es zur Insulinresistenz?

Eine genetische Ursache liegt nur bei etwa einem Drittel aller Personen mit Insulinresistenz vor. Weitaus häufiger tragen Übergewicht (vor allem Fettansammlungen im Bauchbereich), Fehlernährung und Bewegungsmangel dazu bei, dass die Insulinwirkung herabgesetzt ist. Damit der Blutzuckerspiegel dennoch auf ein normales Niveau gesenkt werden kann und der Zucker aus dem Blut den Zellen zur Energiegewinnung zur Verfügung steht, gleicht die Bauchspeicheldrüse dieses Manko durch eine Mehrproduktion an Insulin aus. Das funktioniert zunächst auch recht gut und die Blutzuckerwerte bleiben über einen langen Zeitraum unauffällig. Die hohen Insulinspiegel bedeuten jedoch nicht nur einen erheblich größeren Arbeitsaufwand für die Bauchspeicheldrüse, sondern machen auch das Abnehmen deutlich schwerer.

Übergewicht, Insulinresistenz, hohe Insulinspiegel – ein Teufelskreis
Wie Übergewicht und Insulinresistenz und hohe Insulinspiegel sich gegenseitig bedingen und verschlechtern, bringen Katja Richert und Ulrike Gonder mit wenigen Worten auf den Punkt: „Übergewicht lässt den Körper also unempfindlich für Insulin werden. Die Bauchspeicheldrüse muss immer größere Mengen Insulin produzieren und ausschütten, um die Blutzuckerwerte im Normalbereich zu halten, Die großen Insulinmengen hemmen die Fettverbrennung, steigern die Fettbildung und tragen dazu bei, weitere überflüssige Kilos anzulegen, was wiederum die Insulinresistenz fördert.“

Zitat aus: Stopp Diabetes! Raus aus der Insulinfalle mit der LOGI-Methode; von Katja Richert und Ulrike Gonder, systemed Verlag, Lünen; 2010–2013

Von der Insulinresistenz zum Typ-2-Diabetes

Die langfristige Mehrarbeit führt irgendwann zur Erschöpfung der Bauchspeicheldrüse die Insulinproduktion nimmt ab. Das lässt die Blutzuckerwerte steigen und es entwickelt sich ein Typ-2-Diabetes. Diabetes gilt als eine der häufigsten Folgen der Insulinresistenz. Doch auch andere Risikofaktoren für das Herz-Kreislaufsystem, z. B. Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck oder erhöhte Entzündungswerte, werden durch die verminderte Insulinwirkung begünstigt

„Die Degeneration der großen Gefäße des Kreislaufsystems findet eindeutig im vordiabetischen Stadium statt,“ schreibt Dr. Nicolai Worm, der die LOGI-Methode entwickelt hat, in seinem Buch „Syndrom X oder Ein Mammut auf dem Teller“ Eine Insulinresistenz und hohe Insulinspiegel sind also keineswegs eine harmlose Störung im Zuckerstoffwechsel, die keinerlei Beschwerden macht, sondern ein sehr ernst zu nehmendes Gesundheitsproblem mit weitreichenden Folgen. Aber kann man auch wirksam dagegen vorgehen? Man kann!

Der Insulinresistenz Paroli bieten

Es ist eigentlich ganz einfach: Nachdem Übergewicht, Fehlernährung und Bewegungsmangel eine zentrale Rolle bei der Entwicklung einer Insulinresistenz spielen, gilt es, genau hier anzusetzen: bei einer stoffwechselfreundlichen Ernährung und einer Steigerung der sportlichen Aktivitäten. Auf das Thema Bewegung wollen wir an dieser Stelle nicht näher eingehen und nehmen stattdessen die Ernährung ins Visier.

Um einer Insulinresistenz und der Entwicklung eines Typ-2-Diabetes entgegenzuwirken, erweist sich eine Ernährung nach der LOGI-Methode als äußerst effektive Maßnahme. Bei LOGI bleiben aufgrund des reduzierten Kohlenhydratanteils Insulinbedarf und Insulinspiegel niedrig, Blutzuckerschwankungen und -spitzen werden vermieden, die Fettverbrennung (vor allem im Bauchbereich) wird angekurbelt und die Pfunde purzeln. Auch die Stoffwechselwerte verbessern sich; im Gegensatz zu herkömmlichen Diäten funktioniert Letzteres bei LOGI übrigens auch unabhängig von einer Gewichtsreduktion.

Fazit: Mit LOGI lässt sich die Insulinresistenz verbessern oder vermeiden!

Mehr Infos zum Thema Diabetes und Insulinresistenz:
Stopp Diabetes! – Mit LOGI aus der Insulinfalle
Ernährung bei Diabetes – genussvoll und gesund

 

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