Fitnessstudio oder Training zu Hause – wo trainiert sich’s am besten?

Wenn’s draußen schöner wird und die Temperaturen steigen, herrscht in den meisten Fitnessstudios oft gähnende Leere – zu verlockend ist es, ins Freibad zu fahren, sich auf den Balkon zu verkrümeln oder am Badesee die Sonne zu genießen. Viele verlegen ihre Sport-Sessions im Sommer aber auch lieber nach draußen oder trainieren zu Hause. Doch ist das alles gleich effektiv? Oder bringen wir uns um unsere Bikini-Figur, wenn wir dem Fitnessstudio die kalte Schulter zeigen? Wir wollten es wissen – und haben für euch die Antwort herausgefunden!

Training im Fitnessstudio – Für wen geeignet, was bringt’s, was spricht dagegen?

Für wen ist das Fitnessstudio ideal?
Im Fitnessstudio kann prinzipiell einmal jeder trainieren, solange er das Mindestalter erfüllt, welches von Studio zu Studio schwankt. Leute, die sich nicht gerne bei Wind und Wetter im Freien aufhalten, finden hier einen gut ausgestatteten Ort, an dem sie im Trockenen mit vielen anderen Fitnessbegeisterten trainieren können. Insbesondere auch für ältere Personen oder Menschen mit (Sport-)Verletzungen ist das Training im Fitnesscenter empfehlenswert, da es dort viele Trainingsgeräte gibt, die sogenannte geführte Bewegungen ermöglichen und somit die Gefahr einer inkorrekten Übungsausführung minimieren. Auf diese Weise wird das Verletzungsrisiko deutlich reduziert, was bei einem freien Training nicht unbedingt gegeben ist.

Angebot und Leistungen im Fitnesscenter
Die meisten Fitnessstudios glänzen mit ausgedehnten Öffnungszeiten; nicht wenige Studios haben inzwischen sogar rund um die Uhr geöffnet, sodass zum Beispiel auch Schichtarbeitern, Nachteulen und Frühaufstehern, die sich nicht an reguläre Studiozeiten halten können oder wollen, eine Möglichkeit zum Training geboten wird.

Viele Menschen schätzen außerdem die Vielfältigkeit, die ihnen Fitnessstudios für ihr Training bieten. Oftmals gibt es neben den festen Geräten für das Kraft- und Ausdauertraining einen Freihantel-Bereich und einen Kursraum, in dem sie regelmäßig verschiedenste Kurse besuchen können: Von Step Aerobic, Rücken- und Bauchkursen über Spinning und Zumba bis hin zu Fatburn- und Tae Bo-Einheiten ist alles dabei, was Fitnessbegeisterte und/oder Abnehmwillige wünschen.

Je nach Fitnesscenter und Studio-Philosophie können die Mitglieder zudem aus einem breiten Angebot an Fitness-Getränken, individueller Trainingsbegleitung, Ernährungsberatung und Wellness-Extras schöpfen. Abhängig vom gewählten Tarif oder Mitgliedsstatus dürfen sie sich uneingeschränkt an einer Getränke-Theke bedienen, erhalten einen individuell auf sie zugeschnittenen Trainingsplan und werden von einem Personal Trainer beim Training begleitet. Auf Wunsch können sie darüber hinaus Tipps zur Ernährungsoptimierung einholen, um ihren Trainings- bzw. Abnehmerfolg zu steigern, und von Wellness-Angeboten wie kostenlosen Saunagängen, Schwimmbadbesuchen und Massagen Gebrauch machen.

Nachteile im Fitnessstudio
Was bei schlechtem Wetter ein Vorteil ist, kann sich im Sommer schnell als Nachteil entpuppen: Bei enormer Hitze ist das Indoor-Training nicht immer ein Genuss – zumindest dann, wenn das Fitnesstudio nicht über ausreichend klimatisierte Räumlichkeiten verfügt bzw. die Möglichkeit besteht, die Fenster zwecks guter Lüftung weit zu öffnen! Auch kann sich nicht jeder damit anfreunden, die Umkleidekabine mit anderen Personen zu teilen und gemeinsam mit unzähligen verschwitzten Menschen auf engstem Raum zu trainieren. Ein weiterer Nachteil ist im Anfahrtsweg zu sehen: Meist liegt das Fitnessstudio nicht in direkter Nachbarschaft, sodass eine mehr oder weniger weite Anfahrt erforderlich ist, die den ein oder anderen abschrecken kann und den inneren Schweinehund häufig als triumphierenden Sieger hervorgehen lässt.

Fazit: Wenn ihr Wert auf ein breit gefächertes Fitnessangebot legt, die Betreuung durch Experten schätzt und euer Training gern in geschlossenen Räumen absolviert, kommt ihr im Fitnessstudio voll auf eure Kosten. Hier findet ihr alles, was euch fit, stark und glücklich macht – plus verschiedene Extraleistungen, die von Studio zu Studio variieren. Mit einem individuell auf euch abgestimmten Trainingsplan könnt ihr eure Trainingsziele erreichen, sofern ihr die nötige Disziplin aufbringt.

Gehört ihr aber zu den Menschen, die ihre Motivation nicht allein daraus ziehen, regelmäßig einen Mitgliedsbeitrag zu zahlen, könntet ihr bald zu den berühmten Karteileichen gehören, die ein trostloses Dasein fristen und den Studio-Betreibern viel Geld in die Tasche spülen … 🙂

Fitness-Training zu Hause – Für wen geeignet, was bringt’s, was spricht dagegen?

Für wen ist das Training zu Hause ideal?
Auch beim Training zu Hause gilt: Prinzipiell kann jeder zu Hause trainieren. Besonders alle, die wenig Zeit haben, beruflich stark eingespannt und viel unterwegs sind, werden es lieben, denn dank der freien Zeiteinteilung ist ein Training in den eigenen vier Wänden zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich – flexibler geht es wirklich nicht! Allerdings ist es ratsam, sich bereits im Vorhinein mit den Übungen auseinanderzusetzen und sich idealerweise von einem erfahrenen Trainer anleiten zu lassen, damit sich erst gar keine Fehler bei der Übungsausführung einschleichen und vermeidbare Verletzungen riskiert werden.

Angebote und Möglichkeiten für das Training zu Hause
Mit der zunehmenden Digitalisierung ist auch das Online-Angebot im Fitness-Bereich gewachsen. Immer mehr Sport-Apps mit unterschiedlichen Schwerpunkten (z.B. funktionelles Training, Bauch Beine Po-Kurse, Yoga, Lauf-Training etc.) sprießen aus dem Boden, zusehends mehr Fitness-Coaches bieten ihre Dienstleistungen online an und unzählige Fitness-Plattformen werben mit preisgünstigen Kursangeboten. Ob 7-Minuten-Workout für den ganzen Körper, entspannende Yoga-Einheit am Abend oder forderndes Intervalltraining mit Fatburn-Elementen: Wer seine Ansprüche an ein Fitnesstraining erkannt hat und clever vergleicht, entdeckt hier viele tolle Angebote, um effektiv zu trainieren – und zwar rund um die Uhr, ohne neugierige Blicke, ohne Anfahrtsweg und ohne etwaige unangenehme Gerüche durch andere Trainierende.

Je nach Programm bzw. App könnt ihr euch einen individuellen Trainingsplan erstellen lassen, der mit Videos, Fotos oder Zeichnungen angereichert ist, um die Übungsausführung zu verdeutlichen. Häufig wird auch die Möglichkeit geboten, eine ergänzende Ernährungsberatung zu buchen, auf eine spezielle Rezeptdatenbank zuzugreifen oder komplette Wochenpläne zu erhalten, die auf das Fitnessprogramm abgestimmt sind und auf einen bestmöglichen Trainingseffekt zielen. Viele Anbieter setzen darüber hinaus auf eine große Community, die hinter ihren Programmen steht und für eine Extraportion Motivation sorgt: Durch den Austausch und das Messen mit Gleichgesinnten wird der Ansporn noch größer und das Training noch reizvoller, wodurch nicht selten eine Leistungssteigerung begünstigt wird.

Aber auch ohne Online-Angebot und Apps ist es natürlich möglich, zu Hause zu trainieren und sichtbare Erfolge zu erzielen: Wer sich ein wenig schlau macht, vielleicht ein paar Tipps von spezialisierten Trainern einholt und sich seinen eigenen Trainingsplan schreibt – oder noch besser: von einem Trainer schreiben lässt -, kann die gleichen Resultate hervorbringen, wie alle, die mit einem festen Programm arbeiten.

Nachteile beim Training zu Hause
Trotz aller Vorteile bringt das Training in den eigenen vier Wänden auch Nachteile mit sich, die ihr bei der Entscheidung für eine Trainingsform berücksichtigen solltet. Ein Nachteil ist sicherlich darin zu sehen, dass keine professionelle Trainingsanleitung und -begleitung durch einen Experten möglich ist. Werden Fehler gemacht, findet keine Korrektur statt, wodurch Verletzungen und Überlastungen begünstigt werden. Abhilfe kann hier die einmalige Einweisung durch einen Personal Trainer schaffen. Hinzu kommt, dass nicht jeder diszipliniert genug ist, um sein Training ohne Anreiz von außen durchzuziehen und sich im richtigen Maße zu fordern.

Fazit: Wenn ihr die wichtigsten Fitness-Übungen kennt und deren korrekte Ausführung beherrscht, könnt ihr von einem Training zu Hause in vielfacher Hinsicht profitieren! Die teils enorme Kosten- und Zeitersparnis, das Entfallen von neugierigen Blicken anderer Fitness-Fans, die maximale Flexibilität sowie die umfangreiche Kurs-, Service- und Angebotspalette im Online-Bereich lassen das Home-Training immer attraktiver werden. Seid ihr noch Anfänger, solltet ihr euch aber von einem erfahrenen Trainer einweisen lassen, um Fehler bei der Übungsausführung zu vermeiden und unnötigen Verletzungen vorzubeugen.

Unser Tipp:
Ob Fitnessstudio oder Training zu Hause: Sucht euch einen Trainingspartner, mit dem ihr euch regelmäßig zum Training verabredet – zu zweit fällt das Training gleich viel leichter und die Hürde, eine Einheit abzusagen, wird größer. Eine weitere Möglichkeit, euch selbst zu motivieren, bietet das gute alte Sparschwein: Verpflichtet euch, jedes Mal, wenn ihr ein Training sausen lasst, 5 Euro ins Sparschwein zu stecken. Spätestens dann, wenn das Geld knapp wird, schnürt ihr freiwillig die Sportschuhe – probiert’s mal aus! 😉


Wo trainiert ihr am liebsten? Seid ihr in einem Fitnessstudio angemeldet oder absolviert ihr eure Workouts lieber zu Hause? Und was gefällt euch daran besser als an der anderen Variante? Schreibt es uns in die Kommentare, wir sind wie immer sehr gespannt!

Eure Feli

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Feli

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