Eat, Pray, Love im Selbstversuch: Was nehme ich mit und würde ich Bali empfehlen?

Der letzte Tag meiner Reise ist gekommen. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verlasse ich nun diese schöne Insel. Gerne wäre ich noch länger geblieben, aber nach knapp 5 Wochen vermisse ich auch wieder Luxus-Deutschland und dessen Vorzüge …

Ich vermisse es immer, fließendes, warmes Wasser zu haben. Kein Ungeziefer in den Betten und dass man morgens verschlafen im Badezimmer nicht unbedingt auf einen riesigen Leguan tritt (ja, alles passiert). Ich vermisse auch eine ordentliche Wurstschnitte und sogar ein bisschen die kalte, nasse Hamburger Luft. Sogar einen Pullover zu tragen ist für mich Nordlicht eigentlich ziemlich gemütlich. Dass ich diese Dinge ausspreche, hätte ich vor fünf Wochen nicht gedacht. Aber man lernt zu schätzen, was man nicht hat.

Mit offenem Herzen durch die Welt gehen

Das verändert aber nicht das warme Gefühl, das mir die schönen Stunden und Tage auf diesem kleinen Stück der Erde gegeben haben. Jeder Tag war so einzigartig und hat mich viele neue Dinge gelehrt. Abgesehen davon, dass ich Yoga mehr in mein Leben gelassen habe, mich selber stärker konzentrieren kann und gelassener bin, haben mir die Einheimischen sehr viel mitgegeben. Sie haben mich andauernd angelächelt. Das klingt total verrückt und das ist das, was mich am meisten geschockt hat. Wieso finden wir es verrückt, wenn uns jemand entgegenkommt und uns ins Gesicht lacht oder am besten noch so „wahnsinnig“ ist und uns begrüßt? Jemand, der nichts von uns möchte, nichts verkauft und kein Gewissen bereinigen will. Mal Hand aufs Herz, ich weiß, dass einige von euch jetzt sagen werden: „Ach, das ist doch nett, ich lächle dann immer zurück!“, aber das glaube ich nicht. Ich ertappe mich selber, auch heute noch, immer wieder dabei, dass ich verdutzt gucke, wenn mir so etwas auf den Hamburger Straßen passiert. Etwas, was total menschlich und normal sein sollte. Die Balinesen haben mir gezeigt, mehr positive Energie zuzulassen, nicht so verbissen in den Tag zu starten und die Welt um sich rum auszuschalten, sondern mitzunehmen, jeden Menschen zu registrieren und mit offenem Herzen durch die Welt zu gehen. Probiert es mal aus!

Ich verspreche euch, am Ende des Tages bekommt ihr jedes Lächeln, das ihr verteilt, doppelt zurück.

Ich würde jedem raten, Bali mitzunehmen, aber euch muss klar sein, dass euch dort keine einsame Insel erwartet. Bali kann sehr touristisch sein, wenn man es möchte. Ihr könnt aber genauso gut ruhige, einheimische Ecken entdecken (Osten, Norden). Das Schöne an dieser Insel ist, dass für jeden das Richtige dabei ist, egal, was ihr möchtet: Party-, Wellness-, Single-, Pärchenurlaub – alles möglich! Ihr seid in wenigen Stunden auf den Gili Islands oder in Nusa Lembongan (kleine Inseln um Bali), dort ist es nochmal eine ganze Ecke entspannter. Oder ihr reist nach Java und besteigt den Vulkan. Echt … Langweilig wird euch in Indonesien keinesfalls.

Sicher ist es auch noch!

Ich bin alleine als Frau gereist und hatte kein einziges Mal Angst. Das Schlimmste für die Balinesen ist es zu stehlen. Sie würden keinesfalls eure Sachen anfassen oder etwas wegnehmen. Belästigt wurde ich auch niemals. Ihr seid dort, egal, ob alleine oder im Team, immer sicher.

Außerdem ist Bali sehr günstig – immer noch. Früher war es noch günstiger, aber den Einheimischen ist natürlich klar geworden, dass sie ruhig etwas auf ihre Preise draufschlagen können. Denn auf Bali lebt man unter anderem vom Tourismus. Trotz alledem habe ich für 20 € am Tag zweimal gegessen, habe fast jeden Tag eine Massage gehabt, eine Sonnenliege und bin einen Roller gefahren. Kann man für das Geld machen, finde ich.

Ich würde immer wieder hin und plane heimlich schon, wann es das nächste Mal klappt. Aber nur wieder für mehrere Wochen, 30 Stunden Flugreise sind für eine Woche dann doch ein wenig lang.

Habt eine tolle Reise und schreibt in das Kommentarfeld, wie es euch gefallen hat!

Eure Nina


Alle Berichte meiner Bali-Reise lest ihr hier:

Eat Pray Love im Selbstversuch: Reise zu mir selbst

Eat Pray Love im Selbstversuch: (M)Ein typischer Tag in Canggu

Eat, Pray, Love im Selbstversuch: Ubud machte aus mir einen anderen Menschen

Eat, Pray, Love im Selbstversuch: Das Ende meiner Bali-Reise

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Nina

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