Die perfekte Maniküre: So gelingt’s auch zu Hause

Übung macht den Meister – das gilt auch fürs Nägel Lackieren. Während ich vor einiger Zeit noch eine konstante Nagelroutine hatte und die Wochenenden regelmäßig zum Pflegen, Feilen und Lackieren genutzt habe, ist diese Tradition in den letzten Monaten irgendwie verloren gegangen. Wenn ich mich jetzt an meine Maniküre mache, passiert eine Menge Unerfreuliches: Ich bemale meine Finger, Nagellack hinterlässt Klümpchen auf dem Nagel oder verschmiert in einem Anflug von verfrühter Aktivität. Mist, die waren noch nicht trocken! Von meiner Nagelhaut fange ich gar nicht erst an … Unnötig zu erwähnen, dass es wirklich an der Zeit ist, die besten Tipps und Kniffe zusammenzuschreiben, die wirklich sinnvoll sind und eine Profi-Maniküre zu Hause ermöglichen.

Schritt 1: Der Lack muss weg

Bevor es losgeht, sollte der Nagel von Altlasten befreit werden. Reste von Nagellack entfernt man bestenfalls mit satt in Nagellackentferner getränkten Wattepads (bevorzugt die fluffigen, die wie kleine Marshmallows aussehen). Jetzt darf man nicht den Fehler machen und wild anfangen zu rubbeln. Besser und sanfter für die Nägel: den getränkten Wattebausch auf den Nagel drücken und für ein bis zwei Minuten halten. Dann mit etwas Druck nach oben schieben. Sollten noch kleine Reste vorhanden sein, mit einem Wattestäbchen, das in Nagellackentferner getaucht wurde, entfernen. Vorsicht bei Glitzernagellack: Wer hier rubbelt, sorgt dafür, dass die scharfen Kanten des Glitzers den Nagel schädigen. Lieber den Nagel ordentlich in Entferner tränken, dann hebt er sich von selbst. Nachdem der Nagellack entfernt wurde, die Hände kurz unter laufendem Wasser abspülen, damit der Nagel nicht weiter austrocknet.

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Schritt 2: Ab ins Bad!

Jede gute Maniküre sollte mit einem Hand- oder Fingerbad beginnen. Schmutz- und Nagellackentfernerreste auf Nagel und Nagelhaut werden entfernt, die Nagelhaut eingeweicht und der Wellnessmoment stellt sich ein. Einfach eine Schale mit lauwarmen Wasser und einem Zusatz füllen und Hände für 5 Minuten eintauchen. Wer mag, kann zusätzlich ein Handpeeling anwenden. Unglaublich pflegend ist ein Paraffinbad – eine Pflegekur mit warmen Paraffinwachsen, die für geschmeidige Hände und gepflegte Nägel sorgt.

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Schritt 3: Das Werkzeug

Genau wie unsere Haare sollten Finger- und Fußnägel regelmäßig gekürzt werden. Für die Hände sind Feilen immer die bessere Alternative als eine Nagelschere. Mit ihr hat man den sensibelsten direkten Einfluss auf den Nagel. Saphir- oder Glasfeilen sind bei normalen Nägeln eine gute Wahl. Wer schnell splitternde und dünne Nägel hat, sollte auf eine gepolsterte Feile mit sehr feiner Körnung setzen. Wichtig: Niemals hin- und herfeilen, sondern immer in eine Richtung! Das verhindert Nagelbruch zusätzlich. Nehmt euch Zeit fürs Feilen und geht behutsam mit den Nagelkanten um.

Tipp für die richtige Nagelform: Eckig, rund, spitz? Schaut euch die Nagelbetten an und versucht die Form am Ende des Nagels zu spiegeln.

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Schritt 4: Polieren und Versiegeln

Mit einer sogenannten Polierfeile oder einem Buffer wird die Oberfläche des gesamten Nagels geglättet. Das sorgt für einen ebenmäßigen Untergrund und später für einen schönen Auftrag des Nagellacks. Verschieden feine Körnungen eines NailSealers sorgen auch dafür, dass keine neuen Verschmutzungen in den Nagel gelangen.

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Schritt 5: Nagelhaut adé

Nun geht es überflüssiger Nagelhaut an den Kragen. Zunächst wird ein aufweichendes Serum oder ein Nagelhautentferner aufgetragen und muss für ca. eine Minute einwirken. Nun kann man vorsichtig beginnen, die Nagelhaut mit einem Gummihuf oder einem Rosenholzstäbchen zurückzuschieben. Je runder und gleichmäßiger die Bewegungen sind, desto besser. Vermeidet ruckartiges Schieben, damit Nagel und Nagelbett nicht verletzt werden. Die Nagelhautreste sollten niemals abgeschnitten werden, da dies das weitere Wachstum der Haut begünstigt.

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Schritt 6: An die Farben, fertig, los!

Vor dem Auftrag der bunten Nagellacke sollten die Nägel noch einmal gesäubert werden, damit weder Reste vom Feilen noch Reste der Nagelhaut den glatten Auftrag verhindern. Hierfür mit einem Reinigungstuch über die Nägel polieren oder Hände mit Seife und Wasser waschen. Wichtigste Regel fürs Lackieren: Nehmt euch Zeit! In der Regel sollte eine halbe Stunde für das Auftragen des Lacks eingeplant werden, drei bis vier Schichten sollten es insgesamt werden. Ein Unterlack (Base Coat) bildet den Anfang. Tragt ihn (und alle anderen Schichten) hauchdünn auf, damit sie gut trocknen können. Wer zu dicke Schichten aufträgt, hat ganz schnell eine Macke im Lack, weil er einfach nicht durchhärten kann. Je nach Pigmentierung kommen auf den Überlack eine oder zwei Schichten Farblack. Mindestens 10 Minuten sollte jede einzelne Schicht trocknen dürfen.

Tipp: Eine Hand lässt sich immer leichter lackieren als die andere. Versucht bei eurer „schwachen“ Hand auf einen festen Untergrund zu setzen. Drückt die Hand flach dagegen, sodass sie sich nicht bewegt.

Wer keine Lust hat, auf das Trocknen der Nägel zu warten, kann nach dem Lackieren ein Schnelltrockenöl auftragen oder auf UV-Lacke setzen. Die werden mit einer Lampe bestrahlt und sind nach nur einer Minute hundertprozentig ausgehärtet.

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Nachdem der Lack getrocknet ist, sollte eine Handcreme aufgetragen werden. Generell gilt: Immer auf Pflege mit Lichtschutzfaktor und Nagelhautpflege setzten.


Macht ihr Eure Maniküre zu Hause oder setzt ihr auf Profis im Salon? UV-Lack oder normaler Nailpolish? Was ist euch am liebsten?

Eure Lea

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Lea

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