Diäten im Check: Goldener Weg oder leere Versprechen?

So schrecklich es klingt: Diäten liegen im Trend. Fast jeder von uns hat schon einmal eine Diät gemacht oder sich zumindest ein paar „Ernährungsweisheiten“ herausgepickt und sich mehr oder weniger strikt danach ernährt. Aber warum entscheiden sich so viele für eine Diät? Was verspricht uns diese oder jene Diätform, sodass wir uns und unseren Körper immer wieder selbst quälen? Und vor allem: Gibt es keine bessere Lösung? Wir haben die verschiedenen Diäten für euch gecheckt und erzählen euch, worauf es beim gesunden Essen wirklich ankommt …

Warum eigentlich eine Diät?

Fakt ist: Immer mehr Menschen machen eine Diät. Sie fasten oder schränken ihre Nahrungszufuhr drastisch ein, verzichten auf bestimmte Lebensmittelgruppen, trinken nur noch Säfte oder treiben exzessiv Sport. Warum das Ganze? Warum entscheiden sich so unglaublich viele Menschen völlig bewusst und freiwillig dafür, sich etwas zu verbieten oder sich massiv einzuschränken? Wir haben einmal die wichtigsten Beweggründe für euch zusammengefasst und eine vage Einordnung vorgenommen:

Gesundheit und Fitness

Eine verbesserte Gesundheit und Fitness gehört sicherlich zu den Hauptgründen für eine Diät. Nicht selten sind Fettleibigkeit, ein hoher Cholesterinspiegel und eine verhärtete Leber die Folge einer falschen Ernährung; der Auftritt dieser Krankheiten kann eine kurzfristige Kur notwendig machen. Eine solche Diät auf ärztliche Empfehlung hin wollen wir keinesfalls infrage stellen – noch besser fänden wir es aber, präventiv tätig zu werden und eine gesunde Ernährung zur Vorbeugung solcher Krankheiten und Symptome zu nutzen.

Schönheit und Selbstwertgefühl

Der vielleicht häufigste Grund für eine Diät: Man fühlt sich zu dick, möchte abnehmen und sich im eigenen Körper wieder wohlfühlen. Viele Diäten werben gezielt mit dem garantierten Weg zur idealen Strandfigur. Eine zweifelhafte Garantie! Gegen das Ziel an sich spricht natürlich nichts, sein Erreichen mithilfe kurzfristiger Extremmaßnahmen ist aber mehr als fraglich …

Trend und Zeitgeist

Auch Gruppenzwang und das Gefühl, dazu gehören zu wollen, können Beweggründe für eine Abnehm- und Diätphase sein. Weil eine Diät gerade in Mode ist, in Zeitschriften thematisiert oder im Freundeskreis praktiziert wird, entscheiden sich viele weitere Personen dazu, diesem Trend zu folgen – ohne dies zu hinterfragen, ist das allerdings nicht immer eine clevere Idee.

Welche Diäten gibt es und was nützen sie?

Die Zahl der in den letzten Jahren entwickelten Diäten ist (leider) beeindruckend. Allein dieser Umstand sollte uns mit einem gesunden Misstrauen erfüllen, denn eine wirklich gesunde Lösung scheint bisher nicht unter all den Diät-Konzepten zu sein – warum sollte die Suche nach Patentlösung zum schnellen Abnehmen sonst immer wieder neu begonnen werden? Eine kleine Auswahl der vielen Diäten, die einen schnellen Abnehmerfolg versprechen, haben wir in einer kurzen Übersicht für euch zusammengefasst:

24-Stunden-Diät

Innerhalb von 24 Stunden ganze 2 Kilogramm abnehmen – das klingt zu schön, um wahr zu sein! Nur mit Fasten und Einschränkungen beim Essen lässt sich das allerdings nicht erreichen, mindestens zwei knackige Sporteinheiten am Abend des ersten und am Morgen des zweiten Tages gehören ebenfalls dazu. Außerdem müsst ihr kräftig Kalorien zählen: Mehr als 800 sollen es nicht sein – das ist gerade mal die Hälfte des empfohlenen Tagesbedarfs. Klingt nicht nach einer dauerhaften Lösung, oder?

Atkins-Diät

Bei dieser Diät dürft ihr euch sogar den Bauch mit kalorienreichen Mahlzeiten vollschlagen. Absolut tabu sind dafür Kohlenhydrate – und zwar komplett. Die Atkins-Diät kann also als radikale Variante von Low Carb verstanden werden. Doch tut so viel Einseitigkeit langfristig gut?

Basenfasten

Weder Fleisch noch Fisch, und Wurstwaren schon mal gar nicht: Beim Basenfasten dürft ihr zwar mehrere kleine Mahlzeiten am Tag zu euch nehmen, die Auswahl ist dabei aber ziemlich eingeschränkt. Auch Milchprodukte, alle Arten von Süßigkeiten, Teigwaren und Kaffee stehen auf der Verbotsliste – und Alkohol dürft ihr euch sowieso abschminken. Hintergrund dafür ist, dass Säuren im menschlichen Körper abgebaut werden sollen. Die meisten extremen Konzepte zum Basenfasten eignen sich eher für den kurzfristigen Einsatz und nicht als langfristige Ernährungsmaßnahme.

Detox-Diät

Bei Detox-Diäten geht es nicht um Gewichtsreduktion, sondern um das Entgiften des Körpers. Stark verarbeitete und möglicherweise schädigende Lebensmittel wie Zucker, Hefe, Gluten und Weißmehl sollen für eine gewisse Zeit ausgespart und durch natürliche Lebensmittel, Säfte und/oder Smoothies ersetzt werden. Kurzfristig sicherlich hin und wieder eine gute Idee, aber für die Dauer muss es einfach etwas Besseres geben …

Paleo-Diät

Die Paleo-Diät heißt so, weil sie sich an der Ernährungsweise der Steinzeit orientiert, als der Mensch noch Jäger und Sammler war. Bedeutet: Viel Fleisch, Fisch, jede Menge Gemüse, Obst und Nüsse – dafür keine Milchprodukte, kein Getreide, kein Zucker und keine anderen stark verarbeiteten Lebensmittel. Im Hintergrund steht die Idee, dass der menschliche Organismus noch immer genetisch auf diese Art der Ernährung ausgerichtet ist. Auf jeden Fall ein interessanter Ansatz, der schon einen Großteil der ungünstigen Lebensmittel vom Speiseplan streicht.

Schlank im Schlaf

Das Motto der Insulin-Trennkost-Diät klingt nun wirklich zu schön, um wahr zu sein. Bei dieser Diät soll der Körper im Schlaf überschüssiges Fett abbauen. Damit das klappt, muss ein strenger Ernährungsplan eingehalten werden: Morgens Kohlenhydrate, mittags ein Mix aus Kohlenhydraten und Eiweiß und abends nur Eiweiß. Zwischenmahlzeiten und Leckereien sind tabu. Definitiv nur eine Diät für sehr Disziplinierte!

Weight Watchers

Essen nach Punkten: Bei Weight Watchers geht es längst nicht mehr nur ums Kalorien zählen, sondern die Punktetabellen sind heute auch auf Ballaststoffe, Eiweiße und Kohlenhydrate ausgelegt. Im Prinzip dürft ihr alles essen, was ihr wollt – solange ihr eure Punkte fleißig zählt und das Tageskontingent nicht überschreitet. Klingt irgendwie anstrengend, findet ihr nicht auch?

Stress, Verzicht und schlechte Laune: Die Folgen einer Diät

Niemand kann uns versichern, ob wir das Hauptziel einer Diät, den Gewichtsverlust, wirklich durch eine Diät erreichen. Schließlich ist dies nicht vom Konzept allein, sondern von mehreren Faktoren abhängig. Eins aber ist gewiss: Unvermeidliche Nebenwirkungen stellen sich bei so gut wie jeder Diät ein. Die unter Umständen drastische Einschränkung und der plötzlich veränderte Alltag bedeuten Stress für Leib und Seele! Das teils schnelle Abnehmen belastet nicht nur den Körper, die Physis, sondern ganz allgemein die Lebensfreude, die Psyche.

Gerade die Kurzfristigkeit ist der große Haken jeder Diät, denn die meisten Menschen wechseln nach dem Ende der Diät wieder in ihr altes Ernährungsmuster zurück. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis der gefürchtete Jo-Jo-Effekt zuschlägt und noch mehr Pfunde mit sich bringt … Ein solcher Jo-Jo-Effekt stellt sich bei vielen Diäten ein, weil der Körper nach den Entbehrungen auf Kompensation aus ist und sich sozusagen alles zurücknimmt, was er kriegen kann.

Es liegt also auf der Hand: Eine langfristige Ernährungsumstellung ist die bessere Alternative zu jeder Extremmaßnahme, die sich ohne gesundheitliche Einbußen und ohne Einschränkung der Lebensqualität ohnehin nicht über einen längeren Zeitraum durchhalten lässt.

Warum die LOGI-Methode besser ist als jede Diät

Vielleicht fragt ihr euch, warum wir in unserer kleinen Diäten-Liste nicht auf Low Carb eingegangen sind – immerhin handelt es dabei ja gewissermaßen um DIE Abnehm-Methode schlechthin. Ganz einfach: Weil Low Carb, wenn es nach der LOGI-Methode praktiziert wird, keine Diät, sondern ein langfristiger Lifestyle ist! Natürlich wissen wir auch, dass Low Carb ebensogut als Diät gestaltet werden kann; dann geht es aber um extreme Ausprägungen, die mit der von uns gelebten LOGI-Methode nicht mehr viel gemeinsam haben!

Konkret heißt das: Wir bevorzugen einen modernen, flexiblen Lifestyle und keinen schnellen Aktionismus. Wer die LOGI-Methode kennt, weiß, dass Genuss und Lebensfreude einen hohen Stellenwert haben, und es nicht darum geht, sich dauerhaft einzuschränken, zu verzichten oder sich selbst die Freude am Essen zu nehmen. Eine gesunde Ernährung, die Spaß macht und ganz ohne Punkte-, Kalorienzählen und Extreme Erfolge bewirkt, sollte für jeden von uns die Wahl sein.

Unser Buchtipp für euch zum Thema:

Glücklich und schlank LOGI-Methode


Was meint ihr dazu? Findet ihr auch, dass eine extreme Diät eher das Gegenteil von dem bewirkt, was sie verspricht? Und wie ernährt ihr euch, habt ihr euch schon zu einer LOGIschen Lebensweise entschieden?

Eure Feli

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Feli

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