Der Duft macht’s – Aromatherapie für die Sinne

Egal, ob es ein spezifisches Problem wie ein verkrampfter Muskel ist oder eine allgemeine Befindlichkeit wie ständige Müdigkeit, depressive Verstimmungen oder hormonelle Ungleichheiten, wirkliche Aromatherapie kann helfen. Wirkliche Aromatherapie? Im Gegensatz zu künstlicher Aromatherapie, die man oft in Form von mit Parfum aufgepumpten Badezusätzen oder unangenehm chemisch riechenden Duftkerzen findet, sind natürliche Aromastoffe wirklich heilend. So, wie es eine Ernährungsumstellung, eine Sportroutine oder regelmäßige Meditation sein kann. Aromatherapien und essenzielle Öle sind zwei der potentesten Heilmittel für Körper und Geist, wenn man weiß, wie sie richtig einzusetzen sind.

Ätherische Öle: Aromatherapie in konzentriertester Form

Schon die alten Ägypter, Griechen und Römer gewannen aus Blüten, Gräsern, Früchten, Harzen und Rinden ätherische Öle und verarbeiteten sie zu Salben und Duftkerzen. Auch in den asiatischen Hochkulturen wurden Pflanzenessenzen und Räucherwerk zu Heilzwecken genutzt.

Ätherische Öle sind (Duft-)Stoffe von Pflanzen, die in unterschiedlichen Teilen gebildet werden: in Blättern, Nadeln, Früchten und Wurzeln. Die Öle haben für die Pflanzen zahlreiche Funktionen: Sie locken Insekten an, wehren Organismen ab und sind beim Pflanzenstoffwechsel wirksam.

Tipp: Mit einem Aromadiffuser lässt sich jedes Öl ganz einfach für eine Aromatherapie in den eigenen vier Wänden einsetzen. Ein paar Tropfen in den Zerstäuber geben und warten, bis die Düfte die Räume erfüllen.

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Je nach Befinden können verschiedene Düfte gezielt eingesetzt werden. Lavendel ist wohl der bekannteste Duft, der bei nervösen Verspannungen, Stress und allgemeiner Unruhe helfen soll. Bergamotte hat eine belebende Wirkung und Patchouli stimuliert bei Unbehagen. Wer gezielt nach einer Aromatherapie sucht, sollte zunächst wissen, nach welchen Düften er Ausschau halten sollte. Wir haben die wichtigsten Aromen für Euch zusammengefasst:

Energiebooster und Wachmacher

Essenzielle Öle, die sogenannte Phenole enthalten, haben eine stimulierende und antiseptische Wirkung. Die Klassiker der ätherischen Öle, Pfefferminzöl und Eukalyptusöl, überzeugen durch einen erfrischenden Effekt, ebenso wie Ingwer und Extrakte von schwarzem Pfeffer. Wacholder- und Geranienöl haben zusätzlich eine krampflindernde Wirkung.

Als Koffein-Ersatz gilt auch reines Basilikumöl, das besonders intensiv auf die Seele einwirken soll. Sein intensiver, balsamischer und frisch-süßer Duft ist nicht nur in der italienischen Küche ein Garant für gehobene Stimmung. In der Aromatherapie stärkt es die Nerven und bringt die körpereigenen Abwehrkräfte in Gang. Im alten Indien wurde es als natürliches Nerventonikum eigesetzt.

Tipp: Als Hausmittel gegen Kopfschmerzen kann man verschiedene Öle miteinander kombinieren und Hals und Nacken damit einreiben. Eine belebende Mischung ist: 3 Tropfen Basilikumöl, 3 Tropfen Lavendelöl, 3 Tropfen Rosenholz, 5 Tropfen Weihrauch und 2 Tropfen Kamille auf 30 ml Jojobaöl. Gut vermischen und großzügig einreiben.

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Ruhepol und Entspannungshelfer

Ätherische Öle, die chemische Bestandteile, sogenannte Ester, enthalten, haben oftmals entzündungshemmende Eigenschaften. Dazu gehören Kamille, Lavendel oder Bergamotte, die vielfach in beruhigenden Tees, Salben und Einschlafhelfern benutzt werden, um Körper und Geist zur Ruhe zu bringen.

Das aus der Blüte der Bitterorange gewonnene Neroliöl wird in China schon seit Jahrhunderten zur Beruhigung von Nerven und Seele eingesetzt. Sie ist wohl eine der am besten duftenden Essenzen, die sicherlich auch ihren Preis hat. Doch der lohnt sich: Angstzustände, Schlaflosigkeit, Herzrasen und depressive Verstimmungen werden durch den blumigen, leicht würzig-herben Duft gelöst und gemindert.

Tipp: Als sogenanntes Schocköl eingesetzt, beruhigt es in extremen Anspannungssituationen. Hierfür 4 Tropfen Neroliöl mit 3 Tropfen Rosenöl auf 10 ml Jojobaöl mischen und in einem kleinen Fläschchen abgefüllt für Notfälle parat halten. Am Puls des Handgelenks oder im Herzbereich aufgetragen, wirkt es am besten.

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Sie sind in Vergessenheit geraten, weil sie für die Massenproduktion zu schwierig in großen Mengen zu bekommen und auf der kostspieligen Seite zu finden sind. Künstliche Farb- und Duftstoffe kosten einen Bruchteil und gaukeln dem Verbraucher den gleichen Effekt vor – eine geübte Nase wird den Schwindel sofort erkennen. Falsche Düfte sind aber auch schlichtweg unnütz: Sie haben keinerlei heilende Wirkungen und bringen außer einem kurzen Dufterlebnis rein gar nichts. Schade eigentlich, dass viele von den Unterschieden nichts wissen. Denn die natürlichen Stoffe haben eine lange Tradition in der Naturheilkunde und entfalten ihre Wirkung zuverlässig, ob zu Hause oder unterwegs.

Habt ihr schon Erfahrungen mit Aromatherapien gemacht? Welche Düfte gefallen euch am besten?

Eure Lea

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