5 Bewusstseins- und Achtsamkeitsübungen für mehr Energie, Lebensfreude und Genuss

Wir kennen sie alle, diese Sprüche: “In der Ruhe liegt die Kraft.” oder “Beginne jeden Tag wie ein neues Leben!” Was nach abgedroschenen Kalenderblatt-Mottos klingt, sind oftmals Sätze, die eine tiefe Wahrheit in sich tragen. Leider wissen wir manchmal gar nicht, wie es funktioniert, unser Bewusstsein auf das Wahre und Positive zu lenken. Dabei birgt eben dieses Bewusstsein eine Energie, die wir nutzen können – und sollten! Im Alltag, in Stresssituationen, aber auch in den schönen Momenten. Hier kommen unsere 5 Bewusstseins- und Achtsamkeitsübungen für ein bewusstes Leben!

Schnelllebigkeit, Reizüberflutung, Austauschbarkeit: Nie war der Leistungsdruck so hoch wie heute. Abitur mit 16 und ein abgeschlossenes Studium mit 22 sind keine Seltenheit. Die Jüngeren werden immer gefragter, die Älteren befürchten, auf der Strecke zu bleiben. Die Sorge, etwas falsch zu machen: in allen Generationen gleichermaßen präsent. Selbstzweifel sind zur Volkskrankheit geworden, weil wir uns ständig mit anderen vergleichen. Wie soll man da die Ruhe bewahren?

“Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt”,

heißt es in einer Weisheit von Buddha. Das ist gar nicht so leicht, könnte man meinen. Doch das täuscht: Bewusst leben kann man üben, jeden Tag und überall! Mit den nachfolgenden 5 Bewusstseins- und Achtsamkeitsübungen schulst du deine innere Balance und gelangst nach und nach zu mehr Ausgeglichenheit, Ruhe und Zufriedenheit!

#1 – Widme dich dem Moment

Da unser Gehirn ständig auf Autopilot geschaltet ist, versteht es häufig gar nicht, was wir gerade tun. Während wir an das eine denken, tut unser Körper etwas völlig anderes. Das kostet Energie. Wenn du dir morgens die Zähne putzt, versuche dich einzig und allein darauf zu konzentrieren. Weshalb bewegst du die Zahnbürste genau so, wie du es tust? Welche Gesichtsmuskeln spannst du an? Spüre Schritt für Schritt, wie dein Mundinneres sauber wird. Du wirst dich nicht nur frischer fühlen, sondern dem Moment vielleicht sogar eine beruhigende Wirkung abgewinnen. Außerdem wirst du dir deinen eigenen Einflussmöglichkeiten bewusst: Die Zahnbürste bewegt sich so, wie du sie steuerst. Nur dort, wo du putzt, werden die Zähne sauber. Du kannst versuchen, dieses Bewusstsein auch auf andere Lebensbereiche zu übertragen. Und dadurch ein größeres Selbstbewusstsein entwickeln, denn: Alles, was du tust, ist von Bedeutung.

#2 – Beobachte deine Umgebung

Besonders, wenn wir gestresst sind, können wir gar nicht richtig erfassen, was um uns herum passiert. Dabei ist es gar nicht schwer, die Umgebung mit allen Sinnen wahrzunehmen: Welche Farben sehe ich? Höre ich Geräusche oder Stimmen? Welcher Geruch liegt in der Luft? Spüre ich Wind auf meiner Haut? Konzentriere dich für eine kurze Zeit auf jeweils eine Sinneswahrnehmung. Wichtig hierbei ist: Bewerte die Eindrücke nicht. Es geht nur darum, zu spüren. Da du merkst, was um dich herum passiert, kannst du die Situation besser bewältigen. Dein Puls fährt herunter und du entwickelst eine gewisse Gelassenheit. Dein Horizont wird auf allen Ebenen erweitert.

#3 – Atme bewusst

Wir atmen, solange wir leben. Immer. Sogar, wenn wir schlafen. Da der Atem meistens unbewusst von uns gesteuert wird, passt er sich den verschiedenen Situationen an. Allein am Atem kann man ablesen, ob jemand entspannt oder gestresst ist, gerade einschläft oder läuft. Das liegt daran, dass der Körper immer einen unterschiedlichen Bedarf an Sauerstoff hat. Grundsätzlich gilt: Je besser die Zellen mit Sauerstoff versorgt werden, desto stärker fühlen wir uns. Leider atmen viele Menschen oberflächlich und verkrampft, sobald sie gestresst sind. Zwar kann dieser Mechanismus in Ausnahmesituationen hilfreich sein, im Alltag gerät der Körper dadurch allerdings dauerhaft in einen erschöpften Zustand. “Bewusst atmen” bedeutet, die Atmenluft ohne Anstrengung durch den Körper fließen zu lassen. Sie sollte bis in den Bauch strömen und auch im Rücken- und Nierenbereich spürbar sein. Du kannst die Augen schließen, wenn es dir hilft, dich besser auf deinen Atmen zu konzentrieren. Gerade in Stresssituationen bewirkt der richtige Atemrhythmus eine ganze Menge. Deshalb: Tief durchatmen nicht vergessen!

#4 – Lege Pausen ein

Wir alle kennen diesen Moment: Es ist kurz vor 12 und das Einzige, woran wir denken können, ist die Mittagspause. Sie teilt unseren Arbeitstag in zwei Hälften, ist wichtiger Bestandteil unserer inneren Uhr. Das Problem: Oftmals nutzen wir sie gar nicht als das, was sie ist – als Pause. Wir gehen einkaufen, sprechen während des Essens nur über die Arbeit oder erledigen ein paar wichtige Anrufe. Mit einer Pause hat das wenig zu tun. Dabei steigert sie nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Leistungsfähigkeit. Auch während der Arbeit ist es hilfreich, Pausen einzulegen. Schließe für ein paar Minuten die Augen und konzentriere dich auf deine Geruch-, Gehör- und Tastsinne. Oder schaue bewusst aus dem Fenster und beobachte das Spiel von Wind und Bäumen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich für eine kurze Zeit innerlich von der Arbeit zu distanzieren und neue Energie zu schöpfen. Du wirst merken: Durch regelmäßige Pausen verlierst du keine Zeit – du gewinnst welche dazu!

#5 – Schaue freundlich auf dich und auf andere

Wenn es stressig wird, lassen wir uns oft dazu verleiten, uns einen Sündenbock zu suchen. Wir gehen mit uns und anderen dann sehr streng ins Gericht – das führt dazu, dass wir uns schlecht fühlen. Entweder, weil wir uns selbst etwas übel nehmen, oder aber, weil wir uns ungerecht behandelt fühlen. Beides lässt sich vermeiden, indem man freundlich auf sich und andere schaut. Es kann wahnsinnig erlösend sein, nicht alles zu bewerten. Du kennst das sicher: Du hast deine Schlüssel vergessen. Wie selbstverständlich raunst du genervt: “Ich Idiot!”. Oder: Dein Partner hat die Schlüssel vergessen. Dann raunst du: “Du Idiot!”. Versuche beim nächsten Mal, die Situation so anzunehmen, wie sie ist und niemanden als Idioten zu schimpfen. Es wird sich zeigen, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, mit der Situation umzugehen – wie wäre es zum Beispiel mit einem Essen beim Italiener um die Ecke, bis der Schlüsseldienst kommt?

Vielen von uns fällt es schwer, den Alltagsstress auszublenden. Um nicht blind für die schönen Momente des Lebens zu werden, können Bewusstseins- und Achtsamkeitsübungen enorm helfen. Ein waches Bewusstsein ist der Schlüssel zu Energie, Lebensfreude und Genuss. Probier es selbst!

Hast du Erfahrungen mit Bewusstseinsübungen? In welchen Momenten wächst dir der Stress über den Kopf? Hast du schon einmal versucht, gerade dann bewusst Pausen einzulegen? Erzähl uns von deinen Erfahrungen und schreib einen Kommentar!

Deine Caro

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Caro

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