3 Anti-Aging Inhaltsstoffe, die wirklich funktionieren – und 2, die uns nicht überzeugt haben

Wer Anti-Aging Cremes kauft, wird oft mit verschiedensten Versprechen überhäuft. Rosiges Hautbild. Zurückgedrehte Zeit. 20 über Nacht. Das Angebot ist riesig, der Preis kann es auch sein. Die vermeintlichen Wundermittel versprechen vor allem eins: deutliche Faltenreduzierung in kürzester Zeit und immer wieder neue Zauberformeln für die ewige Jugend. Doch was braucht es wirklich für einen sichtbaren Effekt? Wenn es um Anti-Aging Produkte geht, gibt es eine Handvoll von Inhaltsstoffen, auf die wir gezielt setzen sollten – wir verraten sie euch!

Die Regenerationsfähigkeit der Haut und somit auch die natürliche Spannkraft lässt mit zunehmendem Alter immer mehr nach. Auch die abnehmende Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, sorgt dafür, dass die Haut dünner und trockener erscheint und erste Fältchen um Augen und Mund entstehen. Das passiert schon ab dem 25. Lebensjahr! Die Kollagenproduktion der Haut verlangsamt sich ab diesem Alter und nimmt im Laufe des Lebens immer weiter ab. Spätestens dann sollte man sich mit seiner Hautpflege näher befassen und auf gute Produkte setzen, die halten, was sie versprechen.

Dennoch: Einfach wegcremen kann man die Falten gänzlich nicht. Ein gesunder Lebensstil und gute Gene sind die wichtigste Voraussetzung für ein frisches Aussehen. Und trotzdem gibt es Inhaltsstoffe, die Fältchenbildungen mildern und die Zeichen der Zeit an ihrer Entstehung hindern können. Was muss also drin sein in unserer Hautpflege? Hier kommen 3 Anti-Aging Wirkstoffe, die funktionieren:

Wunderwaffe Retinol

Bei Retinol handelt es sich um die reine und wirksamste Form von Vitamin A, einem fettlöslichen Vitamin. In natürlicher Form ist es beispielsweise in tierischen Produkten wie Fisch, Leber, Milchprodukten und Eiern enthalten und kann über diese Lebensmittel auch von innen aufgenommen worden. In der Hautpflege hat Retinol eine besondere Aufgabe. Durch UV-Strahlung und den natürlichen Alterungsprozess wird der Haut wertvolles Vitamin A entzogen und kann von allein nicht genug nachgebildet werden. Weniger Spannkraft und Falten sind die Folge. Retinolhaltige Seren und Cremes besitzen die Fähigkeit, Zellen zu befehlen, nach der Schädigung durch Sonne und Co. wieder wie gesunde Hautzellen auszusehen. In der Haut wandelt sich Retinol zu Vitamin-A-Säure und setzt seine Power frei: Weniger Pigmentflecken, Narben und die Glättung von Fältchen sind die Folge.

Hochkonzentrierte Retinol-Cremes kann nur der Hautarzt verschreiben. Aber es gibt auch eine Reihe an frei erhältlichen Produkten, die gerade für Retinol-Einsteiger eine wunderbare Option sind:

Unsere Tipps:

Poppy Austin – Retinol-Creme mit Vitamin E, Grünem Tee & Sheabutter

Mother Nature – 2,5 % Retinol-Serum

Zinkoxid: Der Sonnenschutz

Zinkoxid gehört zu den mineralischen UV-Filtern und wirkt auf der Haut wie eine Barriere, die alles unter ihr Liegende beschützt. Wie eine Wand schützt das Zinkoxid die Haut und ihre essenziellen Bestandteile vor der Sonne, indem sie UVA- und UVB-Strahlen einfach reflektiert – auch bei sehr sensiblen Hauttypen. Und die Sonne – egal, wie heilend sie für Körper und Seele ist – bedeutet für unsere Haut puren Stress und ist der Hauptgrund für vorzeitige Faltenbildung. Sobald UVA-Strahlen in die Haut eindringen, zerstören sie die DNA der Zellen, unwiderruflich. Vorsorge durch eine gute Sonnenpflege ist nicht nur in den Sommermonaten wichtig. Wer seiner Haut wirklich etwas Gutes tun will, der sollte täglich auf eine Sonnenpflege zurückgreifen.

Unsere Tipps:

Paula’s Choice – RESIST ANTI-AGING SUPER-LIGHT MOISTURIZER LSF30

Badger – Sonnenschutz Creme LSF30

Fruchtsäure-Star Glykolsäure

Glykolsäure ist ein Muss in jedem Anti-Aging Regime! Es gehört zu den sogenannten AHA-Säuren, den in Obst und anderen Pflanzen natürlich vorkommenden organischen Säuren, und ist ein wirkliches Wundermittel für glatte und pralle Haut. Glykolsäure wirkt wie ein chemisches Peeling, das ganz ohne grobe Körnchen und Reibung die Haut von Altlasten befreit. Durch die Fähigkeit, tote Hautschüppchen abzulösen, sorgt Glykolsäure dafür, dass alles, was die Haut fahl und trocken aussehen lässt, verschwindet. Die Haut, dessen tote Hautzellen entfernt wurden, bekommt außerdem eine höhere Aufnahmefähigkeit, sodass Seren und danach aufgetragene Hautpflege besser aufgenommen werden können. Alterserscheinungen, Sonnenschäden, vergrößerte Poren und Aknenarben werden von Glykolsäure bekämpft.

Unsere Tipps:

RAU AHA Tonic – Gesichtswasser mit weißem Tee und milder Fruchtsäure

Baie Botanique – Anti-Aging Gesichtsserum

Zwei Wirkstoffe, die gut klingen …

… aber nichts für eure Haut tun! Das sind zum einen künstlich zugesetztes Kollagen in der Hautpflege und zum anderen Elastin, die gerne in Werbespots als wirksame Inhaltsstoffe gehandelt werden, aber keinen nennenswerten Erfolg erzielen. Kollagen fungiert zwar als Feuchtigkeitspflege, hat aber nicht die Fähigkeit, in die Dermis einzudringen, um abgebautes, in unserer Haut enthaltenes Kollagen wirksam zu ersetzen. Elastin hat trotz seines vielversprechenden Namens ebenfalls nicht die Power, um die äußeren Hautschichten zu durchdringen und die Elastizität von erschlaffter Haut zu reparieren.

Wer seiner Haut also etwas Gutes tun will und gern von einem vorübergehenden Verjüngungseffekt profitieren möchte, sollte darauf achten, dass seine Hautpflege auf Produkten basiert, die wirklich potente Inhaltsstoffe enthalten. Vermeintliche Wundermittel gibt es kaum, aber Retinol, Zinkoxid und Glykolsäure sind ein gutes Trio, um in Sachen Anti-Aging Gas zu geben.


Welche Hautpflegeprodukte benutzt ihr, um eurer Haut eine Verjüngungskur zu spendieren? Habt ihr weitere Tipps für ein jugendliches Aussehen?

Eure Lea

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